| |
01.09.03 |
Zum Nachdenken
Der
Schmerz liegt in der Dauer, die Freude im Augenblick.
(
Friedrich Hebbel deutscher Dichter (1813 - 1863) )
|
|
| |
02.09.03
|
20
Jahre BTX - nicht wirklich erfolgreich
Am 2. September 1983, am Vorabend der Berliner Funkausstellung, startete
die deutsche Bundespost den deutschen Bildschirmtext, der Deutschland
(West) zu einem Volk der "Teleleser" machen sollte. Bis
1985, so die Vorgabe des insgesamt auf 200 Millionen Mark veranschlagten
Gesamtprojektes, sollte sich jeder Bundesbürger zum Ortstarif
in ein bundesweites Netz einwählen können und politische
Informationen, Fahrpläne sowie Sportnachrichten abrufen und dem
Telekauf per Schaltstern (#*) frönen können.
Der
Start des neuen BTX wurde gebührend gefeiert, weil das System
mit einer von der Bundespost entwickelten Norm für Grafikdarstellung
arbeitete, die 1981 als europäischer CEPT-Standard Nr. T/CD
6-1 festgeschrieben worden war. Im Gegensatz zu dem auf der IFA
1977 gestarteten Bildschirmtext auf Basis des britischen Viewdata-Systems
mit Prestel-Klötzchengrafik sollte das neue BTX bunt und schick
einherkommen, obwohl es den vierfachen Speicherplatz in den Endgeräten
benötigte. Die Philips-Tochter Valvo versprach, einen EUROM-Chip
(European Read Only Memory) mit einem integrierten Zeichengenerator
für alle 520 CEPT-Zeichen zu entwickeln, der unter 25 Mark
kosten und millionenfach verbaut werden sollte.
Valvo
konnte den Entwicklungsauftrag ebenso wenig beenden wie IBM, die
die Technik der Zentralrechner liefern sollten. Big Blue hatte die
BTX-Ausschreibung vor dem Viewdata-Lieferant General Electric und
SEL mit seinem SELTEX-System gewonnen, das ein eng vermaschtes Netz
von 400 verteilten Servern vorsah, die im Stil des Arpanet gekoppelt
werden sollten. Demgegenüber propagierte IBM einen hierarchischen
Netzaufbau nach dem SNA-Prinzip mit einem Zentralrechner in Ulm,
der alle regionalen Datenbanken enthielt und reihum 50 Regionalzentren
bediente. Das IBM-System war mit 30 Millionen Mark wesentlich billiger
als SELTEX, wobei IBM vor allem dadurch gewann, dass den Inhaltsanbietern
Pfennigbeträge für BTX-Seitengebühren versprochen
wurden. IBM wollte Mehreinnahmen vor allem durch die Lizenzierung
des IBM-Protokolls EHKP (Einheitliches Kommunikations-protokoll)
erzielen, mit dem Fremdrechner an BTX angeschlossen wurden.
EDV-technisch
gesehen war der Start ein mittleres Fiasko: IBM hielt als Generalunternehmer
für den gesamten Rechnerverbund den Termin vom 2. September
nicht ein und zahlte eine Konventionalstrafe von 3,6 Millionen Mark
-- geliefert wurde im Juni 1984. In aller Eile wurden Rechner des
alten Bildschirmtext-Verbundes mit englischer Viewdata-Technik von
GEC so programmiert, dass sie den CEPT-Standard vom neuen BTX emulieren
konnten. Diese Rechner unterstützten jedoch nur wenige hundert
Teilnehmer und wären allein mit den 4200 Anmeldungen zur IFA
hoffnungslos überfordert gewesen -- für die es jedoch
nur knapp 400 BTX-Endgeräte gab. Als BTX ausgeschrieben wurde,
rechnete man euphorisch mit 40.000 Teilnehmern bis Ende 1983 und
150.000 bis Ende 1984. Das Überspringen der ersten Million
sollte bereits 1986 gelingen. Insgesamt rechnete man mit 6 Millionen
Teilnehmern, was der Zahl der Telefonanschlüsse in besser verdienenden
Haushalten und der Geschäftsanschlüsse entsprach, die
1980 bereits ein Komforttelefon bei der Post bestellt hatten.
Das
"Bürger-Informations-Netz, das unsere komplexe Welt transparenter
macht, indem es Menschen und Instituionen zusammenbringt",
so Post-minister Kurt Gescheidle im Jahre 1977, blieb weit hinter
den Erwartungen zurück. 1984 hatte BTX 20.000 Teilnehmer, Ende
1986 waren es statt der erwarteten Million ganze 60.000. Nachdem
der Chaos Computer Club im November 1984 mit einem Trick die Hamburger
Sparkasse (Haspa) um
135.000 DM geschädigt hatte, wurde sogar von der "BTX-Depression"
gesprochen. Die Hacker ließen die Haspa für jeweils 9,97
Mark 14 Stunden lang den Text "Es erfordert ein bemerkenswertes
Team, den Gilb zurückzudrängen" abrufen. Bis zur
Einbettung des BTX-Systems im Internet-Angebot von T-Online schaffte
es BTX zu keinem Zeitpunkt, aus dem deutschen Volk ein Volk der
Teleleser zu machen. Die BTX-Techniker be- griffen zu spät,
dass der Personal Computer dem BTX-Terminal weit voraus war; und
sie waren zu stark von der Technik abhängig, die IBM lieferte.
Tatsächlich war der Computerkonzern die einzige Firma, die
finanziell von BTX profitierte -- und sei es nur dadurch, dass man
aus den Erfahrungen schnell lernte und "kostenlos" (so
ein IBM-Dokument) den nächsten Dienst entwickeln konnte, der
in den USA unter dem Namen "Prodigy" startete.
|
|
| |
03.09.03
|
Wo
das Viertele einen Fingerabdruck kostet
In Baden-Württemberg hat erstmals ein Gastronomiebetrieb ein
biometrisches Bezahlsystem auf der Basis von Fingerabdrücken
eingeführt. Gäste des Heilbronner Biergartens Food Court
können ihre Zeche an der Kasse künftig statt in bar mit
dem Finger bezahlen. Eingelesen werden die Fingerlinien-Informationen
über kapazitive Fingerabdruck-Scanner. Voraussetzung dafür
ist allerdings, dass die Gäste den Betreibern des Biergartens
bekannt und ihre Kontodaten gespeichert sind. Nach Hinterlegung eines
Referenzdatensatzes wird der Verzehr dann auf Wunsch bargeldlos verbucht
und in bestimmten Intervallen vom Konto abgebucht.
Das
Rückgrat der Bezahlung per Fingerabdruck im Foodcourt bildet
digiPROOF, ein Zahlungssystem des Lahrer Internet- und Biometriedienst-leisters
it-werke, das speziell für Geschäftsabläufe entworfen
wurde, bei denen eine biometrische Personenverifizierung erfolgt.
Wesentlicher Bestandteil des digiPROOF-Konzepts ist das Einverständnis
der teilnehmenden Kunden zum Lastschrifteinzugsverfahren. Zum einen
kann so der eigentliche Geldtransfer automatisch im Hintergrund von
Bank zu Bank bewerkstelligt werden, zum anderen lassen sich dadurch
mögliche datenschutzrechtliche Klippen umschiffen.
Vor
gut zwei Monaten hatte das Unternehmen "it-werke" schon
einmal für Schlagzeilen gesorgt, als es in Offenburg ein ähnliches
Bezahlsystem erstmals bei einem Computerhändler installierte
-- ebenfalls eine Deutschland-Premiere. Nach Angaben von Ulrich
Kipper, Geschäftsführer der "it-werke", unterscheidet
sich die Heilbronner Lösung lediglich durch die Einbindung
in ein normales Gastro-Kassensystem vom Konzept in Offenburg. Kostenpunkt
des Systems für den Biergartenbetreiber: Rund 7000 Euro.
|
|
| |
04.09.03
|
Notrufnummern
und Notdienste
Wichtige Notrufnummern und Notdienste sind ab sofort bei der Wiehre
Online verfügbar und stehen auch zum Ausdruck
bereit.
Sie sind hier
abrufbar, ansonsten zu finden im Wiehre-ABC
unter dem Buchstaben N wie Notrufnummern bzw. Notdienste.
|
|
| |
05.09.03
|
Spam-Filter
bei T-Online, bloß nicht so schnell
T-Online präsentierte auf dem IFA-Stand in Halle 6.2 einen Prototypen
seines neuen Spam-Filters. Das serverbasierte System soll verschiedene
Techniken zur Eindämmung unerwünschter Werbe-E-Mails einsetzen
-- welche, verrät der Provider noch nicht. Der Kunde soll es
an die eigenen Bedürfnisse anpassen können, um die Rate
falsch erkannter erwünschter Nachrichten niedrig zu halten.
Als
Spam erkannte E-Mails legt das System in separaten Ordnern ab. Auf
diese Weise behält der Kunde jederzeit die Kontrolle über
seine Post. Der neue Filter soll mit der E-Mail-Software von T-Online
und anderen Mailern zusammenarbeiten. Während andere Provider
ihren Kunden bereits seit Monaten Spam-Schutz bieten, müssen
sich T-Online-Nutzer aber noch gedulden: Das Angebot wird laut T-Online
"voraussichtlich gegen Ende des Jahres zur Verfügung stehen".
|
|
| |
06.09.03
|
Schlaue
Kinder gehen heute ins Kinderkino
und schauen sich dort das doppelte Lottchen an. Und sollte es
heute nicht klappen, so habt ihr morgen auch noch eine Chance. Das
jeweils aktuelle Programm findet sich immer unter Kultur&Veranstaltungen.
|
|
| |
07.09.03
|
Ohne
Worte

|
|
| |
08.09.03
|
Der
Mauersegler - Vogel des Jahres 2003
|
|
|
Wie
auch sein Vorgänger der Spatz ist der Mauersegler ( Apus
apus ) ein typischer Bewohner unserer Siedlungsräume.
Da alte Häuser oft ohne Rücksicht auf diese gefiederten
Untermieter abgeriegelt werden, fehlen auch bei Neubauten die Nistmöglichkeiten
fast völlig. Der Mauersegler ist in seinem Bestand derzeit
nicht akut bedroht, doch leidet er unter der Wohnungsnot. Als langlebiger,
ortstreuer Vogel kehrt er noch viele Jahre in die Gegend seines
Brutplatzes zurück und der Mensch gewinnt den Eindruck, alles
sei beim Alten.
|
|
|
|
Findet der Mauersegler an diesen Stellen jedoch keine Nistplätze
mehr vor, wird sich sein Bestand ohne Nachwuchs auf Dauer verringern
und der Mauersegler langsam aus unseren Städten und Dörfern
verschwinden.
Die Wahl zum Vogel des Jahres soll mit dazu beitragen, den Bestand
langfristig zu sichern, der derzeit auf ca. 4 Millionen Brutpaare
geschätzt wird.
Der
außergewöhnliche
Vogel unserer Städte und Dörfer verbringt fast sein gesamtes
Leben rastlos in der Luftund legt als Langstreckenzieher jedes Jahr
rund 190.000 Kilometer zurück. Dieser Luftakrobat ist im übrigen
gar nicht nicht mit den Schwalben verwandt.
|
| |
09.09.03
|
Es
gibt nicht nur Kunst in der Oberen Altstadt
es gibt auch Kunst in der Wiehre, und zwar jede Menge. Heute wollen
wir Roland
Haßler vorstellen, der seit Jahren in der Wiehre ansässig
ist und
mit Holz und handwerklichem Geschick schöne Kunstwerke entstehen
lässt.
Einblicke
|
|
| |
10.09.03
|
Digitale
Lohnsteuerkarte beschlossen
Das Bundeskabinett mit dem Steueränderungsgesetz 2003 beschlossen,
dass Unternehmen künftig neben den Lohnsteueranmeldungen auch die
Lohnsteuerbescheinigungsdaten elektronisch an die Finanzverwaltung
verschicken können. Die gewohnte Lohnsteuerkarte hat damit praktisch
ausgedient.
Bisher
erfassen und verwalten die meisten Betriebe die Lohnsteuerdaten
zwar elektronisch, müssen sie dann jedoch ausdrucken und auf die
Lohnsteuer-
karte aufkleben. Der Steuerpflichtige schließlich schickt bis heute
die Lohnsteuerkarte an das Finanzamt. Dies ist einer der Hauptgründe,
dass
die Steuererklärung bislang immer noch nicht rein elektronisch durchgeführt
werden kann.
|
|
| |
11.09.03
|
Auf
dem früheren Wiehre-Friedhof
wurden 1849 die Freiheitskämpfer Dortu, Neff und Kromer von den Preußen
hingerichtet. Zwischen
der Dreikönigs-und Erwinstraße in der Wiehre liegt ein Kinderspielplatz
mit Vergangenheit: Bis 1923 war hier ein Friedhof, Grabsteine an der
Umfriedung zeugen davon. Am Eingang steht ein mit Eisengittern umzäuntes
steinernes Häuschen mit einer mittlerweile fast unleserlichen Inschrift:
"Hier ruht Maximilian Dortu aus Potsdam, 23 Jahre alt, erschossen
den 31. Juli 1849. Mit ihm vereint seine Eltern, deren einzige Freude
und Hoffnung er war."
Der
genannte junge Mann ist einer der drei Revolutionäre, die preußische
Besatzungstruppen nach der Niederschlagung der Badischen Revolution
von 1848/49 in Freiburg nach kurzem Prozess hingerichtet haben.
Es ist die einzige Grabstätte für einen der damals Hingerichteten.
Sie wurde von der Mutter Max Dortus errichtet, zugleich vermachte
sie der Stadt Freiburg 1000 Gulden "mit der Verpflichtung, von den
Interessen (den Zinsen) die Gruft, die ich für meinen Mann und Sohn
auf dem Kirchhofe der Wiehre habe erbauen lassen, in gutem Zustande
erhalten, so wie auch die Särge, den sie umgebenden Garten und das
eiserne Gitter, und zwar dies Alles auf ewige Zeiten."
1000
Gulden waren ein Vermögen, nach heutigem Wert um die 250 000 Euro.
Nach ihrem Tode wurden die Eltern in der Gruft auf dem Wiehre-Friedhof
neben ihrem Sohn beigesetzt. Die Stadt Freiburg erfüllte die übernommene
Verpflichtung zur Grabpflege und durfte die überschüssigen Zinsen
zur Unterstützung bedürftiger Bürger verwenden. Am 17. November
1923 wurde ein Teil des Friedhofs in einen Kinderspielplatz umgewandelt,
der Rest wurde für die Verlängerung der Erwinstraße gebraucht. Das
Mausoleum der Familie Dortu blieb von dem Umbau ausgenommen. Während
der Weimarer Republik und nach dem Zweiten Weltkrieg hielt die Sozialdemokratische
Partei das Gedenken an Dortu am Todestag wach. Eine Gruppe von Bürgern
bemüht sich derzeit gemeinsam mit der Stadtverwaltung um die Restaurierung
des Schriftzuges am Mausoleum und die Erstellung einer Gedenktafel.
Bis zum 31. Juli 2004 soll die Grabstätte neu hergerichtet sein.
|
|
| |
12.09.03
|
Übrigens,
auch in Brasilien
ist
die Wiehre Online bestens gerankt.
Wir nehmen auch dort die Plätze 1-4 ein. Natürlich wird
dort nicht unbedingt jemand nach der Wiehre suchen. Für alle
Fälle haben wir jedoch vorgesorgt :-)
|
|
| |
13.09.03
|
Der
Tag der Flohmärkte in der Wiehre
von 9 - 16 Uhr: 1. Flohmarkt am Lorettobad, Lorettostraße
!
Standaufbau: ab 7 Uhr - Standgebühr: 4 € / m - Kinderteppich:
2 €
Standanmeldung erforderlich unter Tel. 0761 / 40 22 81
Kuchenspenden sind sehr willkommen -
Veranstalter: Schul- und Sportamt Freiburg
mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Lorettobades
von 15 - 19 Uhr: Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße - Wiehre
Flohmarkt
Standaufbau nicht vor 14.30 Uhr !
Standanmeldung erforderlich unter Tel. 0761 / 7 36 71
Kuchenspenden sind sehr willkommen.
|
|
| |
14.09.03
|
Der
Spätsommer
hat neben dem erfreulichen Wetter
auch herrliche Farben.
Man
muss sich nur
ein bisschen umschauen,
wie hier in der Zasiusstraße gesehen.
|
|
 |
|
| |
15.09.03
|
Jede
Menge los
|
|
 |
|
war
beim 1. Flohmarkt am Lorettobad.
Vielleicht hätten es
noch ein paar mehr Kuchenspenden sein dürfen.
Für die Premiere war
der Veranstalter
indes zufrieden.
|
|
|
|
|