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16.02.04 |
Zum Nachdenken
"Wenn
Du etwas von ganzem Herzen willst,
dann können Dich nur deine eigenen Ängste aufhalten."
Sergio
Bambaren
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17.02.04
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Ohne
Worte

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18.02.04
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Von
Schleichwegen und Rennstrecken in der Wiehre
Die Schlierbergstraße - eigentlich eine Privatstraße -
wird als Schleichweg benutzt, um die Baustelle in der Merzhauser Straße
zu umfahren. Das beklagten jüngst sowohl Anwohner auf einer Informationsveranstaltung
zum Bau der Straßenbahnlinie Vauban als auch Grünen-Stadtrat
Helmut Thoma im Verkehrsausschuss. Eine Verkehrszählung des Tiefbauamts
im Januar ergab: Im Vergleich zum April 2002 hat die Zahl der durchfahrenden
Autos um rund
80 % zugenommen. Ein Verkehrsberuhigungskonzept soll Abhilfe schaffen.
"Seit
in der Merzhauser Straße dem Verkehr wieder in jede Richtung
eine Spur zur Verfügung steht, hat sich auch die Situation
in der Schlierbergstraße deutlich verbessert und der Verkehr
dort wieder abgenommen", erklärte Tiefbauamtsleiter Martin
Haag auf BZ-Anfrage. Bis die Schlierbergstraße wieder zum
attraktiven Schleichweg wird, ist allerdings nur eine Frage der
Zeit: Ende 2005 kann für zwei bis drei Monate die Merzhauser
Straße nur stadteinwärts befahren werden, stadtauswärts
wird der Verkehr über die Lörracher- und die Wiesentalstraße
umgeleitet. Die Anwohner befürchten, dass dann wieder mehr
Autos durch die Schlierbergstraße fahren werden. Mit weiteren
Verkehrs-zählungen soll die Entwicklung in der Schlierbergstraße
kontrolliert werden.
Grundsätzlich
will die Stadtverwaltung das Problem aber mit einem Verkehrsberuhigungskonzept
für die gesamte Unterwiehre lösen. "Der Schleichweg
ist ja nur dann interessant, wenn es anschließend zügig
durch die Lorettostraße weitergeht", begründet Martin
Haag den Zusammenhang. Im Juli sollen die Wiehremer Bürger
im Rahmen eines Workshops an einem Konzept für eine Verkehrsberuhigung
für das gesamte Quartier beteiligt werden.
Rund 30 Vertreter von Einrichtungen und Gruppierungen aus der Wiehre
und
der Gemeinderatsfraktionen diskutierten bereits in einem "Vor-Workshop".
"Es wurde von allen Seiten konstruktive Vorschläge gemacht.
Ich denke wir sind gemeinsam auf einem guten Weg", sagte Martin
Haag. Das Ziel sei, den Durchgangsverkehr zu reduzieren, während
das Quartier und seine Einrichtungen weiterhin gut erreichbar sein
sollten.
"So
wie es ist, kann es auf jeden Fall nicht bleiben", findet Christa
Dzionara, Vorsitzende des Bürgerforums "Lebenswerte Wiehre".
Der Verkehr habe im Quartier stark zugenommen und die nördliche
Günterstalstraße werde als Rennstrecke genutzt. Deshalb
fordert sie eine Geschwindigkeitsbegrenzung
auf 40 Kilometer pro Stunde zwischen Stadteingang Kreuzung Lorettostraße.
Die Johann-von-Werth-Straße solle als Einbahnstraße
ausgewiesen werden,
um die unübersichtliche Situation an der Kreuzung mit der Lorettostraße
zu entspannen. Tiefbauamtsleiter Martin Haag sicherte zu, dass die
Vorschläge, die im Vor-Workshop gemacht wurden, geprüft
und teilweise vielleicht schon
vor dem Workshop im Juli umgesetzt werden.
Dem
Vorsitzenden des Bürgervereins Mittel- und Unterwiehre Klaus
Winkler sind die Ampeln in der Basler Straße ein Dorn im Auge:
"Es gibt wohl im ganzen Stadtgebiet keine Fußgängerampeln,
die richtigerweise so missachtet werden wie die an den Kreuzungen
Kirch-, Goethe- und Schwimmbadstraße." Es erscheine ihm
völlig unsinnig in einer Fahrradstraße dreimal zwei Druckknopfampeln
zu installieren, heißt es weiter in dem Brief an das Tiefbauamt.
"Die Ampeln sind bestens dafür geeignet, Fußgängerampeln
zu negieren, was dann an notwendigen Stellen leicht zu Unfällen
führt," befürchtet Winkler. Tiefbauamtschef Haag
wiederum kann die Aufregung um die Ampeln nicht verstehen: "Die
Druckknopfampeln, die nur auf Anforderung auf Rot für
den Autoverkehr schalten, sind die klassische Lösung für
Tempo-30-Zonen." Fußgänger hätten so die Möglichkeit
die Basler Straße sicher zu überqueren.
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19.02.04
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Computerwurm
W32.Beagle.B@mm kommt per E-Mail
Erneut
versucht ein Computerwurm, PC-Nutzern über die Schulter zu
schauen und Rechner mit den Windows-Betriebssystemen 95, 98, ME,
NT, 2000 und XP auszuspionieren.
"W32.Beagle.B@mm
kommt per E-Mail und baut eine Hintertür ein, durch die der
Rechner ferngesteuert werden kann", sagte der Karlsruher Virenexperte
Christoph Fischer.
Der
Schädling wird auch unter anderen Namen geführt, weil
sich die Hersteller der unterschiedlichen Antiviren-Software nicht
auf einen Namen einigen konnten.
So
geistert der Wurm unter den Bezeichnungen Worm.Bagle, I- Worm.Bagle.B,
W32/Tanx.A, W32/Yourid.A oder W32.Alua@mm durch die virtuellen Postfächer.
Aus den Quellcodes habe man aber erkennen können, dass er sich
nur noch bis zum 25. Februar verbreite, erklärte Fischer.
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20.02.04
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2
Jahre Wiehre Online
Die Wiehre Online geht nun in ihr drittes Jahr. Es steht außer
Frage, dass dieses Informationsportal aus der Wiehre und Freiburg
nicht mehr wegzu-denken ist.
Die kontinuierlich anwachsenden Zugriffszahlen ( derzeit etwa 350
Besucher
pro Tag ), weitere Neuzugänge und Anfragen bestärken uns
darin, dieses
Portal weiterhin organisch wachsen zu lassen.
Wir werden auch nicht darauf verzichten, täglich neue
Meldungen aus der Wiehre und darüber hinaus hier aufzuführen.
Eine oft zeitintensive Arbeit.
Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an all die Unternehmer, die
dieses Portal erst ermöglicht haben und uns weiterhin unterstützen.
Wir feiern diesen Geburtstag wie immer in aller Bescheidenheit und
freuen uns dennoch auf eventuelle Glückwünsche bzw. Anregungen
unter nachfolgender
Nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle, dass heute Oma's
Küche nach
längerer Renovierungspause wieder eröffnet. Wir sind gespannt.
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21.02.04
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Erfinder
der blauen LED kommt nach Deutschland
Der
Erfinder der blauen LED, Shuji Nakamura, ist seit dem heutigen Donners-tag
Honorarprofessor für experimentelle Festkörperphysik der
Universität Bremen. Im Rahmen einer Feierstunde wurde Nakamura
in Bremen die Ernennungsurkunde für die Professur überreicht.
Neben
einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit erhofft sich die
Universität damit auch eine besondere Motivation für ihre
Studierenden: Nakamura wird möglicherweise bereits im Herbst
in Blockveranstaltungen in Bremen unterrichten. Gegenwärtig
werden in Bremen Nakamuras neuesten Kristallstrukturen röntgenographisch
untersucht. Dabei handelt es sich um
sehr dicke GaN-Schichten (Galliumnitrid), die zukünftig als
Substrate für optoelektronische Bauelemente Verwendung finden
werden.
Professor
Nakamura, der heute an der University of California in Santa Barbara
forscht und lehrt, hat wie wenige andere Wissenschaftler die Entwicklung
der Optoelektronik geprägt. Mitte der 90er Jahre entwickelte
er für die japanische Industrie die ersten grünen, blauen
und weißen Leuchtdioden auf der Basis
von Galliumnitrid. Für seine wissenschaftlichen Leistungen
hat Professor Nakamura in den Jahren von 1994 bis 2002 weltweit
25 Ehrungen und Preise erhalten -- ein Gericht in Tokio sprach ihm
zudem vor kurzem 20 Milliarden
Yen (rund 151 Millionen Euro) Kompensationszahlung von seinem ehemaligen
Arbeitgeber Nichia zu.
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22.02.04
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"Waldseematrosen"
aus der Wiehre gibt es schon seit über 100 Jahren
Ein
beliebter Naherholungsort für die Freiburger Bürger ist
seit über 100 Jahren der "Waldsee" im Möslepark.
Hier kann man sich noch heute in den Sommermonaten mit dem Ruderboot
auf dem dunklen See vergnügen. Am großen Karnevalsumzug
des Jahres 1901 war auch die Oberwiehre bereits mit zwei Umzugswagen
beteiligt, von denen der eine, gestaltet durch den Männergesangverein
"Nägelesee", ein großes Segelschiff darstellte,
das von Matrosen zu Pferd und zu Fuß begleitet wurde. Auch
in den Folgejahren waren immer wieder die "Waldseematrosen"
närrisch unterwegs, so dass es auch kein Wunder war, dass sie
nach der Gründung der BNZ recht schnell um ihre Aufnahme in
den Dachverband nachsuchten.
Die Aktiven der Zunft, früher nur Männer, tragen noch
heute das kaum ver- änderte Kostüm der Gründerzeit.
Zu einer schwarzen Hose wird eine himmel-blaue Matrosenbluse mit
weiß abgesetztem Kragen getragen. Auf dem Kopf darf die typische
Matrosenmütze mit schwarzem Rand und rotem Bommel
nicht fehlen. Bewusst hat die Gruppe sich dagegen entschieden, eine
der im alemannischen Fasnetbrauch üblichen Holzmasken zu tragen.
Sie wollen auch weiterhin ihr "wahres" Gesicht, manchmal
von einem kräftigen Seemannsbart umrahmt, in der närrischen
Zeit zur Schau stellen. Beim Umzug wird alljährlich ein großes,
in viel Eigenarbeit selbsterbautes Segelschiff mitgeführt,
das von den vier Kaltblutpferden der Brauerei Ganter gezogen wird.
Zunftlokal
ist der "Schwarzwaldblick", größere Veranstaltungen
finden im Maria-Hilf-Saal statt. Auch unter dem Jahr treffen sich
die "Waldseematrosen" des öfteren zu geselligen Veranstaltungen.
Besonders beliebt sind die Aufenthalte und Hocks auf dem "Lorenzehäusle",
einem von den Mitgliedern umgebauten Leibgedinghaus im oberen Wagensteigtal
(Griesdobel).
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23.02.04
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Das
Sagenarchiv in der Silberbachstraße birgt Schauerliches
Riesen und Alraunen, Wasserwesen, Wetterhexen und Werwölfe: Dämonisch
geht es in einem kleinen Raum in der Silberbachstraße 19 zu.
Dort ist das Freiburger Sagenarchiv untergebracht, das 150 000 dämonologische
Sagen aus dem deutschsprachigen Raum beherbergt. Hexenfiguren hängen
von der Decke des Kellerraumes, Sagenbücher füllen das Regal,
vor allem aber stapeln sich mehr als 1000 grüne Schubfächer
an den vier Wänden, jedes mit einem Stichwort versehen: Links
finden sich die Zauberer und Hexen, rechts die Naturgeister, während
der Tod in all seinen unheimlichen Erscheinungsformen eine ganze Wand
für sich beansprucht.
Hüterin
dieses Schatzes ist die 70-jährige Gertraud Meinel. Sie hat
das Archiv in den Siebzigern als wissenschaftliche Mitarbeiterin
aufgebaut und betreut es unentgeltlich bis heute. Unzählige
der Geschichten hat sie in ihrem Kopf. Das ist unverzichtbar, will
ein Besucher - zum Beispiel vom "Verein Freiburger Gästeführer"
oder von der Uni - etwa Sagen rund um Freiburg finden: Denn das
Archiv ist nicht geographisch sortiert, der Kopf von Meinel aber
wohl. Zu Freiburg fällt ihr als erstes eine Sage über
ein Kreuz auf dem alten Friedhof ein, das früher am Münster
stand. Den Fuß des Kreuzes ziert ein Totenschädel, wie
im Mittelalter als Anspielung auf Golgatha, den Schädelberg,
üblich. Der Freiburger Totenkopf ist mit einer Kröte im
Unterkiefer dargestellt, wohl zur Befestigung wurde ein Eisenstück
durch den steinernen Backenknochen getrieben. Um das zu erklären,
hat sich folgende Geschichte entwickelt: Die Frau eines Schmiedemeisters
verliebt sich in einen jungen Handwerker. Gemeinsam bringen sie
den Schmied um, indem sie ihm einen Nagel in den Kopf treiben. Als
nach Jahren das Grab geräumt wird, fällt der Kopf auf,
weil eine Kröte daraus hervorspringt. Nicht nur das: Eine Locke
ist auf dem kahlen Schädel noch vorhanden, sie war über
den Nagel gekämmt. Auf diese Weise kommt der Mord heraus, die
Frau und ihr neuer Mann werden hingerichtet.
Eine
"ätiologische Sage" sei das, sagt Meinel: Eine Sage,
die erklärt, wie etwas entstanden ist. Und gleichzeitig eine
"Zeitungssage" und eine "Wandersage": Denn am
3. Juni 1811 habe das Freiburger Wochenblatt über eine solche
Geschichte in Berlin berichtet. Meldungen wie diese würden
verbreitet und schließlich auf andere Gegenden übertragen
- die Geburt einer neuen Sage. "Es ist sehr viel Fantasie dabei",
sagt Meinel über die Sagen. Sie fasziniert vor allem die Vielfältigkeit
der Motive, die einen Teil des Lebens widerspiegelten: Die Ängste
der Menschen vor dem Unbekannten, vor Tod und Krankheit, aber auch
ihre Wünsche, etwa in den zahlreichen Schatzlegenden.
Das
Sagenarchiv hat nach einer Auslagerung in die Tiefgarage der Universität
seit 1998 einen Platz im landeseigenen Institut für Ostdeutsche
Volkskunde. Eine Nachfolgerin steht bereit, wenn Gertraud Meinel
aus Altersgründen aufhört. Die langfristige Zukunft des
Archivs hält sie dennoch für ungewiss: "Für
so etwas ist heute kein Geld mehr da", sagt sie.
Sicher
ist sie jedoch, dass es immer Sagen geben wird. Moderne Sagen eben,
die statt in der Natur oder auf dem Land in den Städten spielen.
Wie die "Urban Legends", die Stadtgeschichten. Die Berühmteste
davon ist wohl die über die Spinne aus der Yukka-Palme. Und
wie bei den alten Sagen, wird auch hier beim Erzählen wert
darauf gelegt, dass die Geschichte wahr ist: "Der Freund eines
Freundes hat mir erzählt, dass . . ."
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24.02.04
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Carneval
in Rio de Janeiro
Auch in Rio de Janeiro läuft derzeit der Karneval. Allerdings
bei anderen Temperaturen. Und so ist es die größte Nacktparade
der Welt. Während sich die katholische Kirche über Umzugswagen
echauffierte, auf denen Gipsfiguren in eindeutigen Positionen angebracht
sind, zeigen nun die Tänzerinnen, was sie haben - und keiner
regt sich auf.
Mit
den Hüllen fallen die Hemmungen. Ein Mal im Jahr ist unterm
Zuckerhut alles erlaubt: Dann fliegen die Büstenhalter in die
Ecke. Die Bikini-Oberteile,
die zu den wichtigsten Kleidungsstücken der Cariocas gehören,
bleiben im Schrank: Ein Mal im Jahr dürfen Frauen zeigen, was
sie haben. Dann ist Carnaval. Dann fließen Alkohol und Schweiß
in Strömen, bei hochsommer-lichen Temperaturen tanzen Favela-Bewohner
neben Touristen, Hausmädchen neben Bankangestellten und Models
neben Straßenfegern.
Unter
dem Refrain "Alle sind nackt/Die pure Schönheit/Alle sind
nackt/Was für eine Freude" startete die Schule São
Clemente als erste der 14 Sambavereine ihr Programm. Tausende Tänzerinnen
und Tänzer versuchten über 80 Minuten lang, das Publikum
in Ekstase zu versetzen. Teilweise waren die Kostüme der Darsteller
auf einen Kopfschmuck und Armbänder beschränkt, am Körper
trugen etliche Darsteller lediglich Goldstaub.
Pech hatte die Schule Grande Rio: Die Wagen der Gruppe waren von
der Justizbehörde zwei Tage vor den Umzügen verboten worden:
Die Gipsfiguren, die Kamasutra-Szenen und Adam und Eva darstellten,
seien "Pornografie pur". Auch die katholische Kirche hatte
die Sexdarstellungen scharf kritisiert. Die Wagen seien "unanständig
und inakzeptabel", hatte Rios Erzbischof Eusebio Scheid erklärt.
Da keine Zeit mehr war, die zu heißen Figuren zu entschärfen,
fuhren die Wagen des Anstoßes unter schwarzen Plastikplanen
versteckt durch das Stadion.
Die
Auftritte der Sambaschule werden von einem Millionenpublikum live
im Fernsehen verfolgt. Jede Gruppe bietet bis zu 4000 Tänzer
und Trommler für ihre Vorstellung auf. Die Jury bewertet Musik,
Kostüme, Originalität, die Gestaltung der Wagen, die Stimmung
unter den Tänzern - am Wichtigsten ist jedoch, wie das Publikum
auf den Samba reagiert.
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25.02.04
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Der
Aschermittwoch
ist in der katholischen Kirche der 7. Mittwoch vor Ostern und Tag
des Beginns der Fasten- oder Bußzeit. Am Aschermittwoch wird
den katholischen Gläubigen zum Zeichen ihrer Bußgesinnung
mit geweihter Asche ein Kreuz, das sog. Aschenkreuz, auf die Stirn
gezeichnet.
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26.02.04
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Handy-Boom
hält an
Siemens rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einen
Absatz von 45 Millionen Handys. Nach Aussage von Rudi Lamprecht, Chef
der Siemens-Mobilfunksparte ICM, hatte das Unternehmen im vergangenen
Geschäftsjahr 39,1 Millionen Handys verkauft.
Für
dieses Jahr kündigte Lamprecht mehr als 30 neue Handymodelle
an. Ein neues UMTS-Handy erscheint voraussichtlich aber erst gegen
Ende des Jahres 2004. Siemens hatte im Oktober zuletzt ein UMTS-Modell
auf den Markt gebracht.
Im
ersten Geschäftsquartal 2003/2004 (Start: 30. September) hat
Siemens nach eigenen Angaben 15,2 Millionen Handys verkauft. Im
gleichen Quartal
ein Jahr zuvor waren es elf Millionen Mobiltelefone. Der Nettogewinn
im Handybereich hat sich mit 123 Millionen Euro in diesem Zeitraum
mehr als verdoppelt.
Mit
dem Verkauf von Mobiltelefonen hat Siemens im vergangenen Geschäfts-jahr
4,47 Milliarden Euro umgesetzt. Lamprecht schätzt das Wachstum
im weltweiten Handy-Markt auf 10 % in diesem Jahr. Der Marktanteil
war dabei nach Unternehmensangaben auf über 10 % gestiegen.
Mit dem Aufbau von Netzwerken für Mobilfunkbetreiber erzielte
Siemens einen Umsatz von 4,31 Milliarden Euro. Lamprecht sagt für
dieses Jahr bei Netzausrüstungen ein Umsatzwachstum von über
5 % voraus.
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27.02.04
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Internetnutzung:
Frauen ziehen nicht nach
Die Hoffnung, dass sich die Kluft zwischen Frauen und Männern
bei der Nutzung des Internets kontinuierlich schließen würde,
hat sich im Jahr 2003 nicht erfüllt. 59 % der Männer und
nur 42 % der Frauen sind 2003 online. Der Unterschied zwischen männlichen
und weiblichen Onlinern, der 2002 noch 14 Prozentpunkte betrug, stieg
2003 auf 17 Prozentpunkte an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung
des "(N)onliner Atlas 2003", die der Verein "Frauen
geben Technik neue Impulse e.V." gemeinsam mit der Initiative
D21 und TNS Emnid durchführt.
Das Fazit: Bei allen Gruppen, sei es in Hinblick auf das Alter, die
Bildung,
das Haushaltseinkommen oder die berufliche Situation, ist es immer
das Geschlecht der Onliner oder Offliner, das innerhalb dieser Gruppen
erhebliche prozentuale Unterschiede ausmacht. Die von TNS Emnid mit
über 30 000 Personen über 14 Jahren durchgeführten
Interviews zur Online-Nutzung, Nutzungsplanung und Nichtnutzung zeigen:
Bei der Generation 60plus mit Abitur oder Hochschulabschluss gibt
es ein gravierendes Gefälle zwischen Frauen (24 % online) und
Männern (44 % online). Schülerinnen (83 % online) liegen
dagegen ähnlich hoch wie ihre männlichen Kollegen (85 %
online). Für Männer in der Altersgruppe zwischen 30 und
59 Jahren mit Volksschul-abschluss ist das Internet ein deutlich attraktiveres
Medium als für die gleichaltrigen Frauen mit vergleichbarem Bildungsabschluss.
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28.02.04
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Genaue
Uhrzeit gefällig ?
Bis auf 100 Attosekunden genau arbeitet eine Stoppuhr, die Wissenschaftler
aus Bielefeld und Wien entwickelt haben. Sie misst die Zeit auf 16
Stellen hinter dem Komma und ermöglicht erstmals, schnellste
Vorgänge in Atomen zu beobachten.
Beim Hundertmeterlauf zählen hundertstel, manchmal auch tausendstel
Sekunden. Teure Fotoapparate öffnen ihre Blende mitunter sogar
für weniger als eine tausendstel Sekunde. Atomphysikern dürften
solche kaum wahrnehmbaren Momente trotzdem wie eine halbe Ewigkeit
vorkommen. Sie arbeiten mit viel kürzeren Zeiträumen.
Beispielsweise rast ein Elektron in gerade mal 250 Attosekunden einmal
um den Atomkern - das ist die Winzigkeit von 0,00000000000000025 Sekunden.
Eine von Physikern der Universität Bielefeld und der Technischen
Universität Wien entwickelte Stoppuhr kann diese unvorstellbar
kurzen Momente erstmals messen. Dieses Gerät ermittelt die Dauer
atomarer Vorgänge mit einer Genauigkeit von weniger als 100 Attosekunden.
Eine Attosekunde ist der Milliardste Teil einer Milliardstel Sekunde.
Das neue Messverfahren ermöglicht es erstmals, schnellste Vorgänge
in der Elektronenhülle von Atomen zu beobachten, schreibt das
Wissenschaftsmagazin "Nature".
Mit modernsten Mikroskopen können Forscher einzelne Atome in
ihrem Ruhezustand beobachten. Bewegen sich die Atome jedoch, braucht
man sehr kurze Lichtpulse, um die Bewegung aus einer Serie von Schnappschüssen
rekonstruieren zu können. Um einen fliegenden Tennisballes scharf
zu fotografieren, reicht eine Belichtungszeit von einer tausendstel
Sekunde aus. Für die schnellsten atomaren Bewegungen in Molekülen
müssen die Lichtblitze billionenfach auf wenige Femtosekunden
verkürzt werden.
Innerhalb
der Elektronenhülle angeregter Atome sausen Elektronen noch
tausendmal schneller. Sie wechseln binnen 10 bis 1000 Attosekunden
von einem Energiezustand in einen anderen. Dabei fliegen Atome,
die ursprünglich in einem Molekül gebunden waren, auseinander
oder senden ultraviolette oder Röntgenstrahlung aus.
Die
neu entwickelte Stoppuhr kann dafür ausreichend kurze Lichtpulse
erzeugen und aufzeichnen. Die Wissenschaftler hoffen, damit chemische
Reaktionen besser zu verstehen. Die ultraschnellen Abläufe
in der Elektronenhülle sind auch für die Synthese neuer
Materialien interessant.
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29.02.04
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Schaltjahr
- ein Tag gratis ...
Das Jahr hat 365 Tage. Klar! Naja, nicht ganz: Genau genommen
sind es 365,2422 Tage. Für unsere heutige Kalenderrechnung verwenden
wir genäherte Jahreslängen mit ca. 365,25 Tagen. Und deshalb
bekommen wir auch alle vier Jahre einen Tag geschenkt: den 29. Februar.
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