Aktuelles

Ende Februar 2004
 
 

 


Wiehre Online ( Zeitraum: 16.02.04 - 29.02.04  )
 
 
16.02.04

Zum Nachdenken

"Wenn Du etwas von ganzem Herzen willst,
dann können Dich nur deine eigenen Ängste aufhalten."               Sergio Bambaren

 

 
  17.02.04
Ohne Worte

Frühlingsstrauß
 
 
  18.02.04
Von Schleichwegen und Rennstrecken in der Wiehre

Die Schlierbergstraße - eigentlich eine Privatstraße - wird als Schleichweg benutzt, um die Baustelle in der Merzhauser Straße zu umfahren. Das beklagten jüngst sowohl Anwohner auf einer Informationsveranstaltung zum Bau der Straßenbahnlinie Vauban als auch Grünen-Stadtrat Helmut Thoma im Verkehrsausschuss. Eine Verkehrszählung des Tiefbauamts im Januar ergab: Im Vergleich zum April 2002 hat die Zahl der durchfahrenden Autos um rund
80 % zugenommen. Ein Verkehrsberuhigungskonzept soll Abhilfe schaffen.

"Seit in der Merzhauser Straße dem Verkehr wieder in jede Richtung eine Spur zur Verfügung steht, hat sich auch die Situation in der Schlierbergstraße deutlich verbessert und der Verkehr dort wieder abgenommen", erklärte Tiefbauamtsleiter Martin Haag auf BZ-Anfrage. Bis die Schlierbergstraße wieder zum attraktiven Schleichweg wird, ist allerdings nur eine Frage der Zeit: Ende 2005 kann für zwei bis drei Monate die Merzhauser Straße nur stadteinwärts befahren werden, stadtauswärts wird der Verkehr über die Lörracher- und die Wiesentalstraße umgeleitet. Die Anwohner befürchten, dass dann wieder mehr Autos durch die Schlierbergstraße fahren werden. Mit weiteren Verkehrs-zählungen soll die Entwicklung in der Schlierbergstraße kontrolliert werden.

Grundsätzlich will die Stadtverwaltung das Problem aber mit einem Verkehrsberuhigungskonzept für die gesamte Unterwiehre lösen. "Der Schleichweg ist ja nur dann interessant, wenn es anschließend zügig durch die Lorettostraße weitergeht", begründet Martin Haag den Zusammenhang. Im Juli sollen die Wiehremer Bürger im Rahmen eines Workshops an einem Konzept für eine Verkehrsberuhigung für das gesamte Quartier beteiligt werden.
Rund 30 Vertreter von Einrichtungen und Gruppierungen aus der Wiehre und
der Gemeinderatsfraktionen diskutierten bereits in einem "Vor-Workshop". "Es wurde von allen Seiten konstruktive Vorschläge gemacht. Ich denke wir sind gemeinsam auf einem guten Weg", sagte Martin Haag. Das Ziel sei, den Durchgangsverkehr zu reduzieren, während das Quartier und seine Einrichtungen weiterhin gut erreichbar sein sollten.

"So wie es ist, kann es auf jeden Fall nicht bleiben", findet Christa Dzionara, Vorsitzende des Bürgerforums "Lebenswerte Wiehre". Der Verkehr habe im Quartier stark zugenommen und die nördliche Günterstalstraße werde als Rennstrecke genutzt. Deshalb fordert sie eine Geschwindigkeitsbegrenzung
auf 40 Kilometer pro Stunde zwischen Stadteingang Kreuzung Lorettostraße. Die Johann-von-Werth-Straße solle als Einbahnstraße ausgewiesen werden,
um die unübersichtliche Situation an der Kreuzung mit der Lorettostraße zu entspannen. Tiefbauamtsleiter Martin Haag sicherte zu, dass die Vorschläge, die im Vor-Workshop gemacht wurden, geprüft und teilweise vielleicht schon
vor dem Workshop im Juli umgesetzt werden.

Dem Vorsitzenden des Bürgervereins Mittel- und Unterwiehre Klaus Winkler sind die Ampeln in der Basler Straße ein Dorn im Auge: "Es gibt wohl im ganzen Stadtgebiet keine Fußgängerampeln, die richtigerweise so missachtet werden wie die an den Kreuzungen Kirch-, Goethe- und Schwimmbadstraße." Es erscheine ihm völlig unsinnig in einer Fahrradstraße dreimal zwei Druckknopfampeln zu installieren, heißt es weiter in dem Brief an das Tiefbauamt. "Die Ampeln sind bestens dafür geeignet, Fußgängerampeln zu negieren, was dann an notwendigen Stellen leicht zu Unfällen führt," befürchtet Winkler. Tiefbauamtschef Haag wiederum kann die Aufregung um die Ampeln nicht verstehen: "Die Druckknopfampeln, die nur auf Anforderung auf Rot für
den Autoverkehr schalten, sind die klassische Lösung für Tempo-30-Zonen." Fußgänger hätten so die Möglichkeit die Basler Straße sicher zu überqueren.
  

 
  19.02.04
Computerwurm W32.Beagle.B@mm kommt per E-Mail

Erneut versucht ein Computerwurm, PC-Nutzern über die Schulter zu schauen und Rechner mit den Windows-Betriebssystemen 95, 98, ME,
NT, 2000 und XP auszuspionieren.

"W32.Beagle.B@mm kommt per E-Mail und baut eine Hintertür ein, durch die der Rechner ferngesteuert werden kann", sagte der Karlsruher Virenexperte Christoph Fischer.

Der Schädling wird auch unter anderen Namen geführt, weil sich die Hersteller der unterschiedlichen Antiviren-Software nicht auf einen Namen einigen konnten.

So geistert der Wurm unter den Bezeichnungen Worm.Bagle, I- Worm.Bagle.B, W32/Tanx.A, W32/Yourid.A oder W32.Alua@mm durch die virtuellen Postfächer. Aus den Quellcodes habe man aber erkennen können, dass er sich nur noch bis zum 25. Februar verbreite, erklärte Fischer.
 

 
  20.02.04

2 Jahre Wiehre Online

Die Wiehre Online geht nun in ihr drittes Jahr. Es steht außer Frage, dass dieses Informationsportal aus der Wiehre und Freiburg nicht mehr wegzu-denken ist.

Die kontinuierlich anwachsenden Zugriffszahlen ( derzeit etwa 350 Besucher
pro Tag ), weitere Neuzugänge und Anfragen bestärken uns darin, dieses
Portal weiterhin organisch wachsen zu lassen.

Wir werden auch nicht darauf verzichten, täglich neue Meldungen aus der Wiehre und darüber hinaus hier aufzuführen. Eine oft zeitintensive Arbeit.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an all die Unternehmer, die dieses Portal erst ermöglicht haben und uns weiterhin unterstützen.

Wir feiern diesen Geburtstag wie immer in aller Bescheidenheit und freuen uns dennoch auf eventuelle Glückwünsche bzw. Anregungen unter nachfolgender

Nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle, dass heute Oma's Küche nach
längerer Renovierungspause wieder eröffnet. Wir sind gespannt.
 

 
  21.02.04
Erfinder der blauen LED kommt nach Deutschland

Der Erfinder der blauen LED, Shuji Nakamura, ist seit dem heutigen Donners-tag Honorarprofessor für experimentelle Festkörperphysik der Universität Bremen. Im Rahmen einer Feierstunde wurde Nakamura in Bremen die Ernennungsurkunde für die Professur überreicht.

Neben einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit erhofft sich die Universität damit auch eine besondere Motivation für ihre Studierenden: Nakamura wird möglicherweise bereits im Herbst in Blockveranstaltungen in Bremen unterrichten. Gegenwärtig werden in Bremen Nakamuras neuesten Kristallstrukturen röntgenographisch untersucht. Dabei handelt es sich um
sehr dicke GaN-Schichten (Galliumnitrid), die zukünftig als Substrate für optoelektronische Bauelemente Verwendung finden werden.

Professor Nakamura, der heute an der University of California in Santa Barbara forscht und lehrt, hat wie wenige andere Wissenschaftler die Entwicklung der Optoelektronik geprägt. Mitte der 90er Jahre entwickelte er für die japanische Industrie die ersten grünen, blauen und weißen Leuchtdioden auf der Basis
von Galliumnitrid. Für seine wissenschaftlichen Leistungen hat Professor Nakamura in den Jahren von 1994 bis 2002 weltweit 25 Ehrungen und Preise erhalten -- ein Gericht in Tokio sprach ihm zudem vor kurzem 20 Milliarden
Yen (rund 151 Millionen Euro) Kompensationszahlung von seinem ehemaligen Arbeitgeber Nichia zu.

 

 
  22.02.04
"Waldseematrosen" aus der Wiehre gibt es schon seit über 100 Jahren

Ein beliebter Naherholungsort für die Freiburger Bürger ist seit über 100 Jahren der "Waldsee" im Möslepark. Hier kann man sich noch heute in den Sommermonaten mit dem Ruderboot auf dem dunklen See vergnügen. Am großen Karnevalsumzug des Jahres 1901 war auch die Oberwiehre bereits mit zwei Umzugswagen beteiligt, von denen der eine, gestaltet durch den Männergesangverein "Nägelesee", ein großes Segelschiff darstellte, das von Matrosen zu Pferd und zu Fuß begleitet wurde. Auch in den Folgejahren waren immer wieder die "Waldseematrosen" närrisch unterwegs, so dass es auch kein Wunder war, dass sie nach der Gründung der BNZ recht schnell um ihre Aufnahme in den Dachverband nachsuchten.

Die Aktiven der Zunft, früher nur Männer, tragen noch heute das kaum ver- änderte Kostüm der Gründerzeit. Zu einer schwarzen Hose wird eine himmel-blaue Matrosenbluse mit weiß abgesetztem Kragen getragen. Auf dem Kopf darf die typische Matrosenmütze mit schwarzem Rand und rotem Bommel
nicht fehlen. Bewusst hat die Gruppe sich dagegen entschieden, eine der im alemannischen Fasnetbrauch üblichen Holzmasken zu tragen. Sie wollen auch weiterhin ihr "wahres" Gesicht, manchmal von einem kräftigen Seemannsbart umrahmt, in der närrischen Zeit zur Schau stellen. Beim Umzug wird alljährlich ein großes, in viel Eigenarbeit selbsterbautes Segelschiff mitgeführt, das von den vier Kaltblutpferden der Brauerei Ganter gezogen wird.

Zunftlokal ist der "Schwarzwaldblick", größere Veranstaltungen finden im Maria-Hilf-Saal statt. Auch unter dem Jahr treffen sich die "Waldseematrosen" des öfteren zu geselligen Veranstaltungen. Besonders beliebt sind die Aufenthalte und Hocks auf dem "Lorenzehäusle", einem von den Mitgliedern umgebauten Leibgedinghaus im oberen Wagensteigtal (Griesdobel).
 

 
  23.02.04
Das Sagenarchiv in der Silberbachstraße birgt Schauerliches

Riesen und Alraunen, Wasserwesen, Wetterhexen und Werwölfe: Dämonisch geht es in einem kleinen Raum in der Silberbachstraße 19 zu. Dort ist das Freiburger Sagenarchiv untergebracht, das 150 000 dämonologische Sagen aus dem deutschsprachigen Raum beherbergt. Hexenfiguren hängen von der Decke des Kellerraumes, Sagenbücher füllen das Regal, vor allem aber stapeln sich mehr als 1000 grüne Schubfächer an den vier Wänden, jedes mit einem Stichwort versehen: Links finden sich die Zauberer und Hexen, rechts die Naturgeister, während der Tod in all seinen unheimlichen Erscheinungsformen eine ganze Wand für sich beansprucht.

Hüterin dieses Schatzes ist die 70-jährige Gertraud Meinel. Sie hat das Archiv in den Siebzigern als wissenschaftliche Mitarbeiterin aufgebaut und betreut es unentgeltlich bis heute. Unzählige der Geschichten hat sie in ihrem Kopf. Das ist unverzichtbar, will ein Besucher - zum Beispiel vom "Verein Freiburger Gästeführer" oder von der Uni - etwa Sagen rund um Freiburg finden: Denn das Archiv ist nicht geographisch sortiert, der Kopf von Meinel aber wohl. Zu Freiburg fällt ihr als erstes eine Sage über ein Kreuz auf dem alten Friedhof ein, das früher am Münster stand. Den Fuß des Kreuzes ziert ein Totenschädel, wie im Mittelalter als Anspielung auf Golgatha, den Schädelberg, üblich. Der Freiburger Totenkopf ist mit einer Kröte im Unterkiefer dargestellt, wohl zur Befestigung wurde ein Eisenstück durch den steinernen Backenknochen getrieben. Um das zu erklären, hat sich folgende Geschichte entwickelt: Die Frau eines Schmiedemeisters verliebt sich in einen jungen Handwerker. Gemeinsam bringen sie den Schmied um, indem sie ihm einen Nagel in den Kopf treiben. Als nach Jahren das Grab geräumt wird, fällt der Kopf auf, weil eine Kröte daraus hervorspringt. Nicht nur das: Eine Locke ist auf dem kahlen Schädel noch vorhanden, sie war über den Nagel gekämmt. Auf diese Weise kommt der Mord heraus, die Frau und ihr neuer Mann werden hingerichtet.

Eine "ätiologische Sage" sei das, sagt Meinel: Eine Sage, die erklärt, wie etwas entstanden ist. Und gleichzeitig eine "Zeitungssage" und eine "Wandersage": Denn am 3. Juni 1811 habe das Freiburger Wochenblatt über eine solche Geschichte in Berlin berichtet. Meldungen wie diese würden verbreitet und schließlich auf andere Gegenden übertragen - die Geburt einer neuen Sage. "Es ist sehr viel Fantasie dabei", sagt Meinel über die Sagen. Sie fasziniert vor allem die Vielfältigkeit der Motive, die einen Teil des Lebens widerspiegelten: Die Ängste der Menschen vor dem Unbekannten, vor Tod und Krankheit, aber auch ihre Wünsche, etwa in den zahlreichen Schatzlegenden.

Das Sagenarchiv hat nach einer Auslagerung in die Tiefgarage der Universität seit 1998 einen Platz im landeseigenen Institut für Ostdeutsche Volkskunde. Eine Nachfolgerin steht bereit, wenn Gertraud Meinel aus Altersgründen aufhört. Die langfristige Zukunft des Archivs hält sie dennoch für ungewiss: "Für so etwas ist heute kein Geld mehr da", sagt sie.

Sicher ist sie jedoch, dass es immer Sagen geben wird. Moderne Sagen eben, die statt in der Natur oder auf dem Land in den Städten spielen. Wie die "Urban Legends", die Stadtgeschichten. Die Berühmteste davon ist wohl die über die Spinne aus der Yukka-Palme. Und wie bei den alten Sagen, wird auch hier beim Erzählen wert darauf gelegt, dass die Geschichte wahr ist: "Der Freund eines Freundes hat mir erzählt, dass . . ."
 

 
  24.02.04

Carneval in Rio de Janeiro

Auch in Rio de Janeiro läuft derzeit der Karneval. Allerdings bei anderen Temperaturen. Und so ist es die größte Nacktparade der Welt. Während sich die katholische Kirche über Umzugswagen echauffierte, auf denen Gipsfiguren in eindeutigen Positionen angebracht sind, zeigen nun die Tänzerinnen, was sie haben - und keiner regt sich auf.

Mit den Hüllen fallen die Hemmungen. Ein Mal im Jahr ist unterm Zuckerhut alles erlaubt: Dann fliegen die Büstenhalter in die Ecke. Die Bikini-Oberteile,
die zu den wichtigsten Kleidungsstücken der Cariocas gehören, bleiben im Schrank: Ein Mal im Jahr dürfen Frauen zeigen, was sie haben. Dann ist Carnaval. Dann fließen Alkohol und Schweiß in Strömen, bei hochsommer-lichen Temperaturen tanzen Favela-Bewohner neben Touristen, Hausmädchen neben Bankangestellten und Models neben Straßenfegern.

Unter dem Refrain "Alle sind nackt/Die pure Schönheit/Alle sind nackt/Was für eine Freude" startete die Schule São Clemente als erste der 14 Sambavereine ihr Programm. Tausende Tänzerinnen und Tänzer versuchten über 80 Minuten lang, das Publikum in Ekstase zu versetzen. Teilweise waren die Kostüme der Darsteller auf einen Kopfschmuck und Armbänder beschränkt, am Körper trugen etliche Darsteller lediglich Goldstaub.

Pech hatte die Schule Grande Rio: Die Wagen der Gruppe waren von der Justizbehörde zwei Tage vor den Umzügen verboten worden: Die Gipsfiguren, die Kamasutra-Szenen und Adam und Eva darstellten, seien "Pornografie pur". Auch die katholische Kirche hatte die Sexdarstellungen scharf kritisiert. Die Wagen seien "unanständig und inakzeptabel", hatte Rios Erzbischof Eusebio Scheid erklärt. Da keine Zeit mehr war, die zu heißen Figuren zu entschärfen, fuhren die Wagen des Anstoßes unter schwarzen Plastikplanen versteckt durch das Stadion.

Die Auftritte der Sambaschule werden von einem Millionenpublikum live im Fernsehen verfolgt. Jede Gruppe bietet bis zu 4000 Tänzer und Trommler für ihre Vorstellung auf. Die Jury bewertet Musik, Kostüme, Originalität, die Gestaltung der Wagen, die Stimmung unter den Tänzern - am Wichtigsten ist jedoch, wie das Publikum auf den Samba reagiert.
 

 
  25.02.04
Der Aschermittwoch

ist in der katholischen Kirche der 7. Mittwoch vor Ostern und Tag des Beginns der Fasten- oder Bußzeit. Am Aschermittwoch wird den katholischen Gläubigen zum Zeichen ihrer Bußgesinnung mit geweihter Asche ein Kreuz, das sog. Aschenkreuz, auf die Stirn gezeichnet.
 
 
  26.02.04
Handy-Boom hält an

Siemens rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einen Absatz von 45 Millionen Handys. Nach Aussage von Rudi Lamprecht, Chef der Siemens-Mobilfunksparte ICM, hatte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 39,1 Millionen Handys verkauft.

Für dieses Jahr kündigte Lamprecht mehr als 30 neue Handymodelle an. Ein neues UMTS-Handy erscheint voraussichtlich aber erst gegen Ende des Jahres 2004. Siemens hatte im Oktober zuletzt ein UMTS-Modell auf den Markt gebracht.

Im ersten Geschäftsquartal 2003/2004 (Start: 30. September) hat Siemens nach eigenen Angaben 15,2 Millionen Handys verkauft. Im gleichen Quartal
ein Jahr zuvor waren es elf Millionen Mobiltelefone. Der Nettogewinn im Handybereich hat sich mit 123 Millionen Euro in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt.

Mit dem Verkauf von Mobiltelefonen hat Siemens im vergangenen Geschäfts-jahr 4,47 Milliarden Euro umgesetzt. Lamprecht schätzt das Wachstum im weltweiten Handy-Markt auf 10 % in diesem Jahr. Der Marktanteil war dabei nach Unternehmensangaben auf über 10 % gestiegen. Mit dem Aufbau von Netzwerken für Mobilfunkbetreiber erzielte Siemens einen Umsatz von 4,31 Milliarden Euro. Lamprecht sagt für dieses Jahr bei Netzausrüstungen ein Umsatzwachstum von über 5 % voraus.
 

 
  27.02.04
Internetnutzung: Frauen ziehen nicht nach

Die Hoffnung, dass sich die Kluft zwischen Frauen und Männern bei der Nutzung des Internets kontinuierlich schließen würde, hat sich im Jahr 2003 nicht erfüllt. 59 % der Männer und nur 42 % der Frauen sind 2003 online. Der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Onlinern, der 2002 noch 14 Prozentpunkte betrug, stieg 2003 auf 17 Prozentpunkte an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des "(N)onliner Atlas 2003", die der Verein "Frauen geben Technik neue Impulse e.V." gemeinsam mit der Initiative D21 und TNS Emnid durchführt.

Das Fazit: Bei allen Gruppen, sei es in Hinblick auf das Alter, die Bildung,
das Haushaltseinkommen oder die berufliche Situation, ist es immer das Geschlecht der Onliner oder Offliner, das innerhalb dieser Gruppen erhebliche prozentuale Unterschiede ausmacht. Die von TNS Emnid mit über 30 000 Personen über 14 Jahren durchgeführten Interviews zur Online-Nutzung, Nutzungsplanung und Nichtnutzung zeigen: Bei der Generation 60plus mit Abitur oder Hochschulabschluss gibt es ein gravierendes Gefälle zwischen Frauen (24 % online) und Männern (44 % online). Schülerinnen (83 % online) liegen dagegen ähnlich hoch wie ihre männlichen Kollegen (85 % online). Für Männer in der Altersgruppe zwischen 30 und 59 Jahren mit Volksschul-abschluss ist das Internet ein deutlich attraktiveres Medium als für die gleichaltrigen Frauen mit vergleichbarem Bildungsabschluss.
 
 
  28.02.04
Genaue Uhrzeit gefällig ?

Bis auf 100 Attosekunden genau arbeitet eine Stoppuhr, die Wissenschaftler aus Bielefeld und Wien entwickelt haben. Sie misst die Zeit auf 16 Stellen hinter dem Komma und ermöglicht erstmals, schnellste Vorgänge in Atomen zu beobachten.

Beim Hundertmeterlauf zählen hundertstel, manchmal auch tausendstel Sekunden. Teure Fotoapparate öffnen ihre Blende mitunter sogar für weniger als eine tausendstel Sekunde. Atomphysikern dürften solche kaum wahrnehmbaren Momente trotzdem wie eine halbe Ewigkeit vorkommen. Sie arbeiten mit viel kürzeren Zeiträumen.

Beispielsweise rast ein Elektron in gerade mal 250 Attosekunden einmal um den Atomkern - das ist die Winzigkeit von 0,00000000000000025 Sekunden.

Eine von Physikern der Universität Bielefeld und der Technischen Universität Wien entwickelte Stoppuhr kann diese unvorstellbar kurzen Momente erstmals messen. Dieses Gerät ermittelt die Dauer atomarer Vorgänge mit einer Genauigkeit von weniger als 100 Attosekunden. Eine Attosekunde ist der Milliardste Teil einer Milliardstel Sekunde. Das neue Messverfahren ermöglicht es erstmals, schnellste Vorgänge in der Elektronenhülle von Atomen zu beobachten, schreibt das Wissenschaftsmagazin "Nature".

Mit modernsten Mikroskopen können Forscher einzelne Atome in ihrem Ruhezustand beobachten. Bewegen sich die Atome jedoch, braucht man sehr kurze Lichtpulse, um die Bewegung aus einer Serie von Schnappschüssen rekonstruieren zu können. Um einen fliegenden Tennisballes scharf zu fotografieren, reicht eine Belichtungszeit von einer tausendstel Sekunde aus. Für die schnellsten atomaren Bewegungen in Molekülen müssen die Lichtblitze billionenfach auf wenige Femtosekunden verkürzt werden.

Innerhalb der Elektronenhülle angeregter Atome sausen Elektronen noch tausendmal schneller. Sie wechseln binnen 10 bis 1000 Attosekunden von einem Energiezustand in einen anderen. Dabei fliegen Atome, die ursprünglich in einem Molekül gebunden waren, auseinander oder senden ultraviolette oder Röntgenstrahlung aus.
 
Die neu entwickelte Stoppuhr kann dafür ausreichend kurze Lichtpulse erzeugen und aufzeichnen. Die Wissenschaftler hoffen, damit chemische Reaktionen besser zu verstehen. Die ultraschnellen Abläufe in der Elektronenhülle sind auch für die Synthese neuer Materialien interessant.
 

 
  29.02.04
Schaltjahr - ein Tag gratis ...

Das Jahr hat 365 Tage. Klar! Naja, nicht ganz: Genau genommen sind es 365,2422 Tage. Für unsere heutige Kalenderrechnung verwenden wir genäherte Jahreslängen mit ca. 365,25 Tagen. Und deshalb bekommen wir auch alle vier Jahre einen Tag geschenkt: den 29. Februar.
 
 

 
 
   

Wiehre Online Anfang Februar 2004

Wiehre Online Anfang März 2004
   
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