Aktuelles

Anfang Juni 2004
 
 

 


Wiehre Online ( Zeitraum: 01.06.04 - 15.06.04  )
 
 
01.06.04

Vorankündigung - Annaplatzfest rückt näher


Das diesjährige Annaplatzfest - das zu den schönsten Freiburger Festen zählt - findet am kommenden Wochenende, in der Zeit von Freitag, 4. Juni, bis Sonntag, 6. Juni, beim "Annakirchle" zwischen der Lorettostrasse und der Konradstrasse statt. Die offizielle Eröffnung mit dem traditionellen Fassanstich wird als Ehrengast Bürgermeisterin Gerda Stuchlick am Freitagabend um 20 Uhr vornehmen. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnungsfeier vom Musikverein Lehen, der bereits ab 19 Uhr musiziert.

Annaplatzfest

Am Samstag beginnt das Fest um 17 Uhr, am Sonntag findet ab 11.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Es wirken dabei mit der Musikverein Wittnau sowie der Männerchor "Frohsinn". Über die Festtage, an denen bis jeweils 24 Uhr gehockt werden kann, spielen unter anderem. die Feuerwehrkapelle, die Rotkreuzkapelle sowie der Musikverein Merdingen zur Unterhaltung auf. Die Festwirte haben für reichlich Speis`und Trank gesorgt.

 
 
  02.06.04
Neues von der LKW-Maut

Nach einer Mitteilung des Bundesverkehrsministerium sollen ab Juni die On Board Units (OBU) für die automatische Abbuchung der LKW-Maut "massenhaft" in die LKWs eingebaut werden. Bis zum Start der Maut am Jahreswechsel sollen 500.000 OBU in die Fahrerhäuser wandern. Ein Sprecher des Ministeriums räumte ein, dass der gesteckte Zeitplan "ehrgeizig" sei, es jedoch keine Zweifel gebe, dass der Plan eingehalten werden kann, wenn die Werkstätten und Spediteure mitziehen.

In der vergangenen Woche endete der so genannte Gutachtertest des Mautsystems. Dabei wurde mit 40 OBUs der Hersteller Grundig und Siemens VDO "nahezu jeder" der 5136 Autobahnabschnitte getestet, die mautpflichtig sind. Nach den vorläufigen Zahlen des Gutachtens wurden dabei 99,2 % der Autobahnabschnitte korrekt erfasst und berechnet. Die Erkennung von Autobahnauf- und Abfahrten kam auf eine Zuverlässigkeitsquote von 98,9 %. Zur Erhöhung dieser Quote sollen weitere "Stützbaken" aufgestellt werden.

Auf Seiten der Betroffenen wird das Bild von den massenhaft einzubauenden OBU etwas anders beurteilt. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte Karlheinz Schmidt, Geschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) gegenüber der Berliner Zeitung behauptet, dass der Zeitplan viel zu eng sei. Außerdem würde der Maut-Betreiber Toll Collect die Testergebnisse schönreden. So würden Fahrer nach wie vor von Orientierungs- und Stromproblemen auch der OBUs neuerer Bauart berichten, auch wenn diese nicht mehr "reihenweise sterben" würden.

Auf der heute in Köln gestarteten Fachmesse EuroCargo bezweifelten Besucher den Zeitplan aus anderen Gründen: "Eine halbe Million Geräte können die Werkstätten doch nur stemmen, wenn sie nur OBUs einbauen, das ist doch unrealistisch", meinte der Disponent einer Kölner Spedition aus dem Bereich Automobillogistik gegenüber heise online. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, dass das Thema bald "gegessen" sein müsse: "Wenn ich an den nächsten Huckel, den elektronischen Fahrtenschreiber denke, wird mir wieder schlecht."

Während die ersten LKWs mit den digitalen Fahrtenschreibern (EFS) vor der Auslieferung stehen, ist noch nicht geklärt, wie die Verkehrsämter die Ausgabe der Fahrerkarten bewerkstelligen. Auf der EuroCargo schaut man indes positiv gestimmt in die Zukunft der digitalen Frachtbegleitung, die viel weitreichender als die Mautabwicklung gehen soll: Auf der Messe findet morgen das "OSGi-Forum" statt, das sich mit dem Datenfernzugriff im Rahmen des digitalen Flottenmanagements beschäftigt. Die OSGi-Allianz arbeitet daran, das Flottenmanagement und die Frachtsteuerung sowie das Infotainment für die Fahrer über einheitliche, offene Schnittstellen abzuwickeln.
 

 
  03.06.04
Gerling-Konzern mit neuem städtebaulichen Vorschlag

Noch immer diskutieren Stadtverwaltung und Gerling-Konzern über das richtige Maß eines neuen Bürokomplexes in einem Innenhof in der Wiehre.
Erlahmt ist hingegen offensichtlich die Widerstandskraft von Anwohner Primus Spiegelhalter - er bot dem Versicherungsunternehmen an, gegen eine Zahlung die Segel zu streichen.

"Wir werden selbst investieren", kündigt Reinhard Kruse, Abteilungsdirektor der "Gerling Konzern Gesellschaft für Vermögensmanagement mbH", an. Bis Ende des Jahres, so hofft er, könnten die Detailpläne stehen und im nächsten Jahr die Bagger anrollen. Allerdings werde sich Gerling auf dem Immobiliensektor "langfristig" aus Freiburg verabschieden. Die Anlagestrategie konzentriere sich auf die sieben größten Städte in Deutschland. "Wir werden das Projekt je nach Marktlage in einigen Jahren verkaufen", sagt Kruse. Zum Beispiel an einen Fonds.

Doch vorher müssen sich er und die Stadtverwaltung einigen. Kruses Unternehmen hat eine Baugenehmigung aus dem Jahr 1993, die ein 2000 Quadratmeter großes Dienstleistungsgebäude im Innenhof hinter dem Gerling-Hochhaus an der Ecke Talstraße/Günterstalstraße erlaubt. Möglich machte das damals eine "großzügige Schaffung von Baurechten und eine liberale Genehmigungspraxis", wie Rüdiger Engel vom städtischen Rechtsamt einräumte. Denn der geplante Bau hält Abstandsflächen nicht ein, passt kaum zur umgebenden Bebauung, und zudem hatte der Antrag Lücken.

Die Genehmigung jedenfalls wurde 1997 verlängert. Doch als im August 1999 der Konzern die erneute Verlängerung beantragte, begann im Baudezernat eine Debatte: Das Stadtplanungsamt hielt das Projekt inzwischen für überdimensioniert, während das Bauordnungsamt die Genehmigung wieder erteilen wollte.

Schließlich landete das Thema auf dem Tisch von Baudezernent Matthias Schmelas. Eine Veränderungssperre sollte das Vorhaben erst einmal blockieren, und ein neuer Bebauungsplan sollte es in den Ausmaßen stutzen. Dagegen legte Gerling Widerspruch ein - und auch Nachbar Primus Spiegelhalter, selbst ein Architekt. Gerling beharrte auf seinem Baurecht, und Spiegelhalter auf städtebauliche sowie nachbarliche Belange - und beide haben wohl Recht. Bekommen wird es aber Gerling. Denn der städtische Jurist Rüdiger Engel sieht ein erhebliches Risiko für die Stadt, schadensersatz-pflichtig zu werden: Entweder war die Genehmigung von Anfang an falsch, oder es war falsch, sie zu verlängern. Keine einfache Position, wenn es vor Gericht ginge.
 

 
  04.06.04
Die Erdbeeren sind da

Erdbeeren schmecken köstlich und sind gesund. Ein Schälchen mit 250 Gramm enthält gerade einmal 100 Kalorien und viele Vitamine und Mineralstoffe. Die Früchte liefern viel Vitamin C und Folsäure, die wichtig für das Zellwachstum ist. Keine andere einheimische Frucht enthält so viel Mangan, das unter anderem an der Knochen- und Blutbildung beteiligt ist und die Bildung der Schilddrüsenhormone anregt. Die enthaltenen sekundären Pflanzen-inhaltsstoffe wie z. B. Phenolsäure sind für ihre krebsvorbeugende Wirkung bekannt und hemmen u. a. das Wachstum von Tumorzellen.

Erdbeeren auf dem Bauernmarkt

Erdbeeren sind sehr empfindlich und sollten deshalb schonend behandelt und möglichst frisch verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Am besten pflückt man seine Früchte auf einem nahe gelegenen Feld selbst. Das ist nicht nur preiswerter im Vergleich zu Marktware, sondern macht auch Spaß, und man kann gleich vor Ort probieren. Wer dazu nicht die Möglichkeit hat, sollte zumindest Beeren aus der näheren Umgebung kaufen. Da Erdbeeren nicht nachreifen, achten Sie beim Einkauf auf möglichst vollreife Früchte, die einheitlich rot sind und noch ihren vollen Glanz haben. Überreife Beeren sind tief dunkelrot und erscheinen matt. Ein kurzer, grüner frischer Stiel und grüne Kelchblätter sind ebenfalls Zeichen für Frische. Selbstverständlich sollte man faulige, ausgetrocknete oder beschädigte Früchte liegen lassen.
 
 
  05.06.04
Tag der Umwelt (und des Annaplatzfestes)

Der heutige "Tag der Umwelt" wird seit der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt, die am 5. Juni 1972 in Stockhol stattfand, begangen.

Dieses Jahr steht er unter dem Motto "Erneuerbare Energien - für Klimaschutz und Arbeitsplätze". Vom Forum SolarRegion Freiburg der Stadt Freiburg werden an diesem Tage verschiedene Touren rund um das Thema angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos, wobei eine Anmeldung erforderlich ist entweder telefonisch unter 0761/201-6114 oder via email: solarre@stadt.freiburg.de.
 
 
  06.06.04
Zum Nachdenken

"Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn."
          Jean-Jaques Rousseau

 
 
  07.06.04

Sommer - Sonne

Nun ist er offensichtlich da, der Sommer. Von der Definition her ist es jedoch die Jahreszeit zwischen 21. Juni und 23. September auf der Nordhalbkugel und zwischen 22. Dezember und 21. März auf der Südhalbkugel. Dies alles steht der Tatsache nicht im Wege, dass wir bereits in 14 Tagen den längsten Tag dieses Jahres auf der unsrigen Nordhalbkugel erleben werden und im Anschluß die Tage bereits wieder kürzer werden.

Die aktuellen Daten von heute:

Sonnenaufgang 05:30 = 05:30 MESZ
Sonnenuntergang 21:25 = 21:25 MESZ
Mondaufgang 01:41 = 01:41 MESZ
Monduntergang 09:56 = 09:56 MESZ
 

 
  08.06.04
Annafest war rückblickend wieder ein Erfolg

Auch ein paar Regentropfen amFreitag abend konnten dem munteren Treiben auf dem Annafest nichts anhaben: Am Wochenende saßen die Festbesucher wieder dicht gedrängt unter den riesigen Buchen an der Südseite der Kirche
St. Cyriak und Perpetua, im Volksmund "Annakirchle" genannt. Das im Jahr 1974 aus der Taufe gehobene Fest mit Kinderkarussel und Süßwarenstand in der Unterwiehre hat vor allem wegen seiner Überschaubarkeit und seinem heimeligen Festcharakter einen guten Ruf.

"Auch wenn das Wetter mal nicht so toll ist, sind die Wiehremer auf ihrem Annaplätzle", lobte der langjährige Festausschussvorsitzende Dieter Weingärtner die treuen Besucher. "Bis jetzt hat es bei uns noch nie irgendwelche Ausschreitungen gegeben", fügte er hinzu. Seit Bestehen des Annafestes sorgen sich die beiden Fasnet-Zünfte Oberwiehremer "Kindsköpf" und "Käsrieber" sowie der Männerchor Frohsinn-Concordia um die Bewirtung der Gäste.

Dieses Jahr sorgten nach dem Fassanstich von Bürgermeisterin Gerda Stuchlik am Freitagabend die Musikvereine aus Lehen, Wittnau und Merdingen, die Feuerwehrkapelle, die Rotkreuzkapelle und der Männerchor "Frohsinn" für das dreitägige Unterhaltungsprogramm.

Zur Tradition gehört auch ein ökumenischer Gottesdienst, der sehr gut besucht war. Anschließend gab es, ebenfalls gut besucht, feine Spätzle im Dialog mit Geschnetzeltem - lecker.
 

 
  09.06.04
Seltenes Schauspiel gestern - Venus befleckte die Sonne

Die Venus hat über Deutschland ein seltenes Schauspiel gezeigt: Bei größtenteils klarem Himmel ist der Nachbarplanet erstmals seit 122 Jahren wieder zwischen Erde und Sonne gewandert und war sechs Stunden lang als schwarzer Fleck zu sehen.

Kein lebender Mensch hat das seltene Phänomen jemals beobachtet: Am 6. Dezember 1882 hat es den letzten so genannten Venustransit gegeben. Am heutigen Dienstag herrschten in Deutschland ideale Bedingungen für die erneute Beobachtung des Naturspektakels, sagte ein Sprecher der "Vereinigung der Sternfreunde" in Freiburg. Der Planet ist ab 7.20 Uhr als kleiner schwarzer Punkt von Ost nach West über die Sonnenscheibe gewandert und hat sie um 13.23 Uhr verlassen.

Von verschiedenen Weltregionen aus war die Venus an unterschiedlichen Stellen auf der Sonnenscheibe zu sehen. Diesen Umstand nutzten Astronomen und Entdecker bereits am 3. Juni 1769: Den damaligen Venustransit beobachteten sie aus mehreren Perspektiven, um so die Entfernung zwischen Erde und Sonne, die so genannte Astronomische Einheit, zu bestimmen.

Das Freiburger Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik (KIS) nahm mit einem Teleskop auf Teneriffa die Monsterstürme ins Visier, die oberhalb der Venus-Wolken mit Geschwindigkeiten von über 500 Stundenkilometern toben. Auch der Ursprung rätselhafter Lichterscheinungen in der Venus-Hülle könnte auf diese Weise geklärt werden. Sie sehen wie Blitze aus - obwohl es auf der Venus gar keine Gewitter gibt.

Das vielleicht noch wichtigere Ziel der Freiburger Forscher aber liegt außerhalb unseres Sonnensystems: Der Versuch auf Teneriffa soll zeigen, ob die Durchleuchtungstechnik helfen könnte, außerirdische Lebensformen aufzuspüren. Schon ein kleines Zeichen von Sauerstoff im Lichtspektrum eines fernen Planeten könnte ein klares Indiz sein.

Wer den Venustransit heute verpasst hat, bekommt vielleicht noch eine zweite Chance: Am 12. Juni 2012 wird sich das Schauspiel wiederholen. Eine dritte Möglichkeit aber bietet sich den heute lebenden Menschen mit Sicherheit nicht - der übernächste Venustransit ereignet sich am 11. Dezember 2117.
 

 
  10.06.04

Fronleichnam - Leib des Herrn

Das Fronleichnamsfest gibt es schon seit 1264. Es wurde durch Urban IV. allgemein eingeführt, und fällt immer auf den 2. Donnerstag nach Pfingsten. Der Name Fronleichnam stammt von dem mittelhochdeutschen Wort "vronlichnam" ab und bedeutet Fron (= Herren) Leichnam (entgegen der modernen Bedeutung nicht toter sondern gerade umgekehrt: lebender Leib). Gemeint ist der (in der geweihten Hostie anwesende) Leib Christi.

Fronleichnam wird allerdings nur in folgenden Bundesländern der BRD als Feiertag begangen: Baden Württemberg, Bayern, Hessen, NRW,
Rheinland-Pfalz, Saarland und in durch Rechtsverordnung bestimmten Gemeinden in Sachsen und Thüringen.

Übrigens gilt das Fronleichnamsfest als eine typisch katholische Einrichtung.
In einer Prozession an diesem Tag wird die Eucharistie, die konsekrierte Hostie ( eine "in Fleisch und Blut Jesu" verwandelte Brotscheibe ), in einer Monstranz feierlich unter Gesang und Gebet durch die Straßen getragen.
 

 
  11.06.04
Erstmals deutscher Anbieter von Musik in Tauschbörsen verurteilt

Erstmals ist in Deutschland ein Nutzer, der Songs über eine Internet-Tauschbörse angeboten hatte, verurteilt worden. Neben einem außergerichtlich beim Zivilverfahren vereinbarten Schadenersatz von 8000 Euro müsse der 23-Jährige im Strafverfahren eine Strafe von 400 Euro zahlen, teilte das Landgericht Cottbus mit. Nach Angaben der Deutschen Phonoverbände hat der Auszu-bildende tausende Musiktitel über Kazaa angeboten.

Bei einer Durchsuchung habe die Polizei 6000 MP3-Dateien gefunden und rund 100 gebrannte CD-Rohlinge mit weit mehr als 1.000 Musiktiteln beschlagnahmt. Der Internet-Provider hatte die Identität des Tauschbörsennutzers auf Anfrage der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, erklärte die IFPI. Der 23-Jährige unterzeich-nete auch eine Unterlassungserklärung, mit der er sich verpflichtet, künftig keine illegalen Musikangebote mehr zu unterbreiten.

Die Musikindustrie will es dabei nicht belassen: Weitere Verfahren sollen eingeleitet werden. Beispielsweise seien bei einer Hausdurchsuchung in der vergangenen Woche im Raum Stuttgart zwei Computer eines 57-jährigen Lehrers mit mehreren tausend Musiktiteln beschlagnahmt worden. Der Mann besitze aber nur 25 Original-CDs. "Der Mann hat die Taten gestanden, das Strafverfahren läuft, und zivilrechtliche Forderungen wurden geltend gemacht", zeigte sich der Musikindustrieverband zufrieden.

Die deutsche Musikindustrie hatte vor kurzem angekündigt, nach dem Vorbild der US-Branchenverbände gegen Anbieter urheberrechtlich geschützter Musik in Tauschbörsen auch juristisch vorgehen zu wollen. Ende März wurden dann 68 Strafanzeigen gegen unbekannt gestellt; auf Grund der Anzeigen konnte die ermittelnde Staatsanwaltschaft nach Einleitung eines Strafverfahrens dann die Provider zur Herausgabe der User-Informationen verpflichten.
 

 
  12.06.04
Ray Charles ist tot

Die Musiklegende Ray Charles ist tot. Der amerikanische Sänger und Pianist starb nach Angaben seines Sprechers am Donnerstag im Kreise von Familien-angehörigen und Freunden in seinem Haus in Beverly Hills. Er wurde 73 Jahre alt.

Der Musiker sei einem Leberleiden erlegen, sagte sein langjähriger Agent Jerry Digney. Der am 23. September 1930 in ärmlichen Verhältnissen in Albany im US-Bundesstaat Georgia geborene Charles war einer der vielseitigsten und beständigsten Musiker der USA. Bereits im Alter von sieben Jahren erkrankte er am Grünen Star und verlor sein Augenlicht. 1949 begann seine Karriere zunächst als Jazzmusiker. Er spielte verschiedene Instrumente, war Arrangeur, Produzent und Komponist und verschmolz in seinen Stücken Gospel, Blues, Country, Jazz und R&B.

Mit Songs wie "What'd I Say", "Georgia on My Mind", "Hit The Road, Jack", "Unchain my Heart" und "You are my Sunshine" eroberte er ein Millionenpublikum. Legendär ist sein Auftritt im Filmklassiker "Blues Brothers". Insgesamt zwölf Grammys wurden ihm verliehen. Ray Charles gilt als Begründer des Soul, berühmte Kollegen wie Van Morrison, Otis Redding oder Joe Cocker bewunderten ihn als einen der wichtigsten und kreativsten Musiker und Stilbildner der Popmusik, was ihm auch den Beinamen "Soul Genius" eintrug. Van Morrison schrieb im April 2004 im amerikanischen Musikmagazin "Rolling Stone" noch über Ray Charles: "Er zeigte, dass es für jemanden, der so talentiert ist wie er, keine Grenzen gibt. Was immer Ray Charles tut, was immer er anfasst, er macht es zu seinem eigenen Ding. Er ist sein eigenes Genre. Ich bin sicher, Ray Charles' Musik wird uns alle überleben. Zumindest hoffe ich das."

Letztmals in der Öffentlichkeit zeigte sich Charles Ende April. Noch Ende vergangenen Jahres hatte er bei der Ankündigung einer Tournee erklärt, er fühle sich fantastisch. Wegen starker Schmerzen in der Hüfte hatte er dann aber bereits im August Auftritte absagen müssen und sich einer Operation unterzogen.
 

 
  13.06.04
Zum Nachdenken

"Was Gesundheit ist, kann nur ein Kranker ermessen.
"
            Gerhard Uhlenbruck

 
 
  14.06.04
Die Wahlen

standen gestern natürlich im Mittelpunkt des Interesses. Die Europawahlen betreffend gaben die Freiburger die meisten Stimmen den Grünen und sie damit in Freiburg zur stärksten Partei gemacht. Bei einer Wahlbeteiligung von 51,3 % (1999: 40,9 %) erhielten die Grünen 26.276 und damit 36,8 % der Stimmen. Die CDU bekam 21.422 Stimmen (30 %), die SPD 12.950 Stimmen (18,1 %). Wahlberechtigt waren 142.000 Bürger (1999: 136.500). (vorläufige Ergebnisse)
Aktuelle Ergebnisse:
http://www.freiburg.de/download/wahl/eu04.htm

Generell rechneten die Europäer mit ihren Regierungen ab. Ob Schröder, Blair, Chirac oder Berlusconi - die Europäer straften gestern ihre Regierenden ab. Protestparteien erzielten, wie in Österreich, dramatische Erfolge. Die niedrige Wahlbeteiligung zeigt indes, dass Europa für viele Bürger kein Thema ist.


Die Ergebnisse der ebenfalls stattfindenden Gemeinderatswahl können
ab 12 Uhr unter nachfolgendem Link der Stadt Freiburg abgerufen werden:
http://www.freiburg.de/download/wahl/gw04.htm
 
 
  15.06.04
Vandalismus in der Wiehre

Insbesondere im Bereich der Silberbachstraße, rissen Unbekannte nach Mitteilung der Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag die Außenspiegel geparkter Autos ab. Wie sich bei einer Nachschau zeigte, dürfte an mindestens fünf Pkws Sachschaden entstanden sein. Das Polizeirevier Freiburg-Süd hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um sachdienliche Hinweise. Weitere Geschädigte können sich ebenfalls dort melden: 0761/882-4421.
 
 

 
 
   

Wiehre Online Ende Mai 2004

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