Aktuelles

Anfang Mai 2004
 
 

 


Wiehre Online ( Zeitraum: 01.05.04 - 15.05.04  )
 
 
01.05.04

02.05.04

Alles neu - macht der Mai


Zum 1. Mai tritt die EU-Erweiterung in Kraft. Die Europäische Union wächst nach Osten und Süden, der Kontinent rückt noch enger zusammen. Aber wer sind eigentlich die neuen Mitgliedstaaten?

Die jetzige Europäische Union hat 15 Mitgliedstaaten, in denen 373 Millionen Unionsbürger leben. Am 1.5.2004 treten zehn neue Länder der Europäischen Union bei, die meisten davon in Mittel- und Osteuropa. Dadurch vergößert sich die Zahl ihrer Einwohner um rund 75 Millionen Menschen. Die neue EU wird also aus 25 Mitgliedsstaaten bestehen und 448 Millionen Einwohner zählen.

Die neuen 10 EU-Staaten (Land, Fläche - Bevölkerung - Hauptstadt):

Estland, 45 227 km² - 1,4 Mio. - Tallinn
Lettland, 64 589 km² - 2,4 Mio. - Riga
Litauen, 65 200 km² - 3,7 Mio. - Vilnius
Polen, 312 685 km² - 38,6 Mio. - Warschau
Tschechien, 78 860 km² - 10,3 Mio. - Prag
Slowakei, 49 035 km² - 5,4 Mio - Bratislava (Pressburg)
Ungarn, 93 029 km² - 9,9 Mio. - Budapest
Slowenien, 20256 km² - 2,0 Mio. - Ljubljana (Laibach)
Malta, 316 km² - 386 000 - Valletta
Zypern, 9251 km² - 790 000 - Nikosia
 

 
 

03.05.04

Starenkasten soll Tempo 40 in der Günterstalstraße kontrollieren

Lange hatte sich das Baudezernat mit Händen und Füßen gegen Tempo 40 in der südlichen Günterstalstraße gesträubt - doch nach dem Bürgergespräch in der Unterwiehre mit dem OB ging alles auf einmal ganz schnell: Von der Holbeinstraße bis zur Lorettostraße wird die Geschwindigkeit nun von 50
auf 40 Stundenkilometer begrenzt, so wie es die lärmgeplagten Bürger schon länger gefordert hatten.

Sie wurden in ihrem Anliegen von Stadträten verschiedener Fraktionen und vom Bürgerforum Lebenswerte Wiehre unterstützt. Das Tempolimit dient vor allem dem Lärmschutz - das Rattern der Fahrzeuge über das Kopfsteinpflaster hatte die Anwohner um den Schlaf gebracht.

Grünen-Stadtrat Helmut Thoma freut sich einerseits über die Einführung des Tempolimits, andererseits geht ihm die Regelung noch nicht weit genug. Er verweist auf eine Anregung seines Stadtratskollegen Hans Lienhart (FWV), den 40er-Bereich weiter in Richtung Innenstadt bis an die Kreuzung Konradstraße auszudehnen, weil bis dorthin Teile der Fahrbahn mit Kopfsteinpflaster belegt sind.

Thoma bittet die Verwaltung auch darum, im Bereich der VAG-Weiche einen so genannten "Starenkasten" zu installieren, zur Kontrolle der Geschwindigkeit vor allem während der sensiblen Nachtstunden. Wegen einer mit dem Personalrat geschlossenen Vereinbarung können die mobilen Messtrupps der Stadtverwaltung bekanntlich nicht nach 23 Uhr ausrücken: "Weil für Starenkästen keine Dienstvereinbarungen gelten, ist dies die einzige Möglichkeit, die erhoffte lärmmindernde Wirkung auch durchzusetzen", schreibt Thoma an Baubürgermeister Matthias Schmelas. Der Grünen-Stadtrat zeigt sich zuversichtlich, dass im Stadtgebiet "mindestens ein Gerät aufzutreiben ist, welches am gegenwärtigen Einsatzort entbehrlich ist".
 

 
  04.05.04
Benzinpreis durchbricht 1,20er-Marke

Nach zwei Preisrunden in der vergangenen Woche hofften die Verbraucher auf eine Verschnaufpause bei den Benzinpreisen. Doch pünktlich zum Wochen-beginn setzte Aral die Preise abermals hoch.

Damit kostet ein Liter Superbenzin erstmals im bundesweiten Durchschnitt 1,20 Euro. Normalbenzin war für 1,18 Euro zu haben. Somit legten die Preise seit dem letzten Anstieg in der Vorwoche nochmals um rund zwei Cent zu. Ein Aral-Sprecher begründete die neuerliche Preisrunde mit dem drastischen Preisanstieg am Benzinmarkt in Rotterdam. Dieselkraftstoff liege dagegen mit 96,3 Cent rund 2,5 Cent unter seinem Spitzenwert.

Eine Tonne Normalbenzin koste in Rotterdam mittlerweile mehr als 440 Dollar, ergänzte der Sprecher. Seit 1. April sei der Produktpreis um fast 80 Dollar geklettert. Mit einem Rückgang der Preise sei wohl erst zu rechnen, wenn sich die Situation im Nahen Osten wieder entspannt hätte.

Allerdings mache sich auch die zusätzliche Nachfrage aus den USA bemerkbar. Seit rund vier Jahren ist im Frühjahr zu beobachten, dass die US-Raffineriekapazitäten nicht ausreichen, um den eigenen Bedarf zu decken. Mittlerweile haben die USA ihren Benzinimport von fünf auf zehn % des eigenen Verbrauchs verdoppelt.
 

 
  05.05.04
Naturschauspiel - wenn man es gesehen hätte

In der gestrigen Nacht zum Mittwoch verschluckte der Erdschatten den Mond - und das außergewöhnlich lang. Wenn die Wolken den Blick auf den Himmel freigeben hätten, wäre eine mehr als einstündige Mondfinsternis zu sehen gewesen sein.

Das Naturschauspiel begann um 21.52 Uhr. Bis 23.08 Uhr befand sich der Mond im Kernschatten der Erde. Die "totale Mondfinsternis" wird ihrem Namen dennoch nicht voll gerecht: Streulicht aus der Erdatmosphäre hat den Trabanten eher rotbraun leuchten lassen.
Die Aussichten auf das Himmelsspektakel waren in weiten Teilen Deutschlands allerdings durch Regenwolken getrübt, deshalb hier ein Bild, wie es in etwa ausgesehen hat.
 

 
 
Mondfinsternis
 
Die Mondfinsternis dauerte dieses Mal insgesamt eine Stunde und 16 Minuten und war damit deutlich länger als die 25 Minuten dauernde Finsternis im November 2003.

Grund dafür ist nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), dass die Mondbahn dieses Mal näher am Zentrum des Kernschattens verläuft.
 
  06.05.04
Mobilfunkbasisstation auf dem Dach der Caritas-Akademie

Protest blieb erfolglos und damit schlechte Nachrichten für die Nachbarn der Caritas-Akademie in der Fürstenbergstraße: Die Mobilfunk-Anlage, gegen die sie seit drei Jahren Unterschriften sammeln und Briefe schreiben, wird noch dieses Frühjahr auf dem Dach der Akademie (Ecke Maria-Theresia-/ Fürsten-bergstraße) installiert werden.

So ist sich der für Südbaden zuständige T-Mobile-Sprecher Andreas Fuchs sicher. Wie auch das städtische Bauordnungsamt: "Zwar prüfen wir noch, ob die Anlage auch tatsächlich ein so genannter nicht-störender Gewerbebetrieb
in einem allgemeinen Wohngebiet ist, aber momentan gibt es nichts, was dagegen spricht", so Amtsleiter Siegfried Jung.

Die Anlage - übrigens eine der neuen UMTS-Generation - wird also gebaut, und zwar unabhängig davon, dass fünfzig Meter weiter 140 Kinder und Jugendliche in den Einrichtungen des Jugendhilfswerks (JHW) Tag für Tag betreut werden. Wie gesundheitsschädigend solche Anlagen wirklich sind, ist unklar.
 

 
  07.05.04
Vorankündigung - SPD-Radtour

Der SPD-Ortsverein lädt für morgen, Samstag, den 8. Mai, zu einer Radeltour zu markanten Punkten des Stadtteils Wiehre ein. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Johanneskirche.
 

 
  08.05.04

09.05.04

Zum Muttertag

Er ist ein Feiertag am 2. Maisonntag zu Ehren der Mutter und wurde 1907 in den USA von Ann Jarvis propagiert ( seit 1914 offizieller Festtag ). In Deutschland wurde er nach dem 1. Weltkrieg übernommen. Es sei nebenbei bemerkt, dass sich die Mütter nicht immer nur über Blumen alleine freuen. Deshalb zum Abschluß noch ein Gedicht:

Wir wären nie gewaschen und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher und schmutzig wär das Hemd,
wir äßen Fisch mit Honig und Blumenkohl mit Zimt,
wenn du nicht täglich sorgtest, dass alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße und Zähne schwarz wie Ruß
und bis zu beiden Ohren die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen, wenn du nicht noch mal kämst
und uns, bevor wir träumen, in deine Arme nähmst.

Und trotzdem! Sind wir alle auch manchmal eine Last:
Was wärst du ohne Kinder? Sei froh, dass du uns hast.
                                                                   ( Eva Rechlin )

 

 
  10.05.04
Tristes Wetter

doch tröstet vielleicht, vor dem nahen Wetterumschwung, die alte Bauernregel: "Regnet's im Mai, ist der April vorbei".
Weitere Wetterausssichten hier.

 
 
  11.05.04
Der deutsche PC-Markt wächst weiter

Ein heftiger Preiskampf und eine wirtschaftliche Erholung haben laut den Marktforschern von IDC zu dem Wachstum auf dem deutschen PC-Markt im ersten Quartal beigetragen. Demnach wurden im ersten Vierteljahr 2004 in Deutschland 2 Millionen PCs ausgeliefert. Das bedeute ein Wachstum von
14,8 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Markt für Desktop-PCs sei wie vor drei Monaten vorhergesagt um 3,3 % gestiegen. Insbesondere Unternehmen würden nun wieder in Desktop-PCs investieren, nachdem es jahrelang eine Stagnation gegeben habe. In dieser Kundensparte wuchs der Markt für Desktop-Geräte nach der Stückzahl um
5,7 % und nach dem in US-Dollar gemessenen Wert und 6,6 % gegenüber
dem Vorjahr. Auf dem Markt für Endverbraucher gebe es eine starke Konkurrenz zwischen Unternehmen wie Medion, PC-Spezialist und Vobis,
die zu einem Preiskampf geführt habe.

Die Nachfrage nach Notebooks ist um 41 % gestiegen, zumal die Geräte für Verbraucher immer günstiger würden. Der durchschnittliche Preis sei um
14 % gegenüber dem Vorjahr auf 1016 Euro gesunken.

Unter den Herstellern konnte Fujitsu Siemens zwar seine Marktführerschaft in Deutschland behalten und mit 387.000 auch 9000 PCs mehr ausliefern als im ersten Quartal 2003, doch der Marktanteil ging um 2,3 %punkte auf 18,5 % zurück. HP holte dagegen 1,6 Prozentpunkte auf und hat nun mit 235.000 ausgelieferten Geräten 11,3 % Marktanteil. Acer konnte Medion überholen und rangiert nun mit 8,8 % auf dem dritten Platz; Medion liegt 0,1 Prozentpunkt dahinter. Acer konnte die Zahl der ausgelieferten Geräte um 72 % auf 184.000 steigern. Auf dem fünften Platz folgt Dell mit 8,1 % Marktanteil. Die Hersteller, die IDC unter "andere" summiert, haben gemeinsam 930.000 PCs ausgeliefert bei einem Marktanteil von 44,6 %.
 

 
  12.05.04
75 Jahre Maria-Hilf-Kirche

Vor 75 Jahre, genau am 1. April 1929, wurde die Maria-Hilf-Kirche an der Schützenallee eingeweiht. Die katholische Kirchengemeinde begeht das Jubiläum der Kirchweihe mit einer Festwoche. Dass die Gemeinde Ausdauer im Feiern hat, hat sie im Laufe des zurückliegenden Jahres gezeigt: Im Mai 2003 wurde das Jubiläum des Richtfests mit einem Sommerfeste und im Oktober
die Weihe des Schlusssteins mit zwei Festvorträgen gefeiert. Und 2014 steht bereits der nächste runde Geburtstag an: Denn dann jährt sich zum hundertsten Mal die Errichtung der Pfarrkuratie Maria-Hilf. Gegründet wurde
die Gemeinde noch früher, nämlich im Jahr 1889 als Filialkirche der Kirchengemeinde St. Johann.

"Die Ausstattung unserer Kirche ist einzigartig", erklärt Pfarrer Karl Endisch. Denn die Maria-Hilf-Kirche ist die letzte in der Erzdiözese Freiburg, die im barock-historisierenden Stil ausgestattet wurde. 1940 wurden der Hochalter und 1941 die beiden Seitenaltäre errichtet. 1942 kamen die Kanzel und 1949 eine Darstellung der Taufe Jesu hinzu.

Doch auch in den vergangenen Jahren wurde gebaut: Seit 2002 ist die Altarraumerweiterung hin zum Kirchenschiff abgeschlossen. Entstanden ist eine halbrunde Altarinsel vor dem Chorraum. "Es gab auch Widerstände, weil einige auf den alten Raum fixiert waren", erinnert sich der Pfarrgemeinderats-vorsitzende Helmut Osterwald.

Auch die Fertigstellung des Schützenallee-Tunnels hat einiges verändert. "Unsere Gemeinde ist jetzt nicht mehr durch die früher viel befahrene Schwarzwaldstraße getrennt", sagt Pfarrer Karl Endisch. Die Straßenbahn-haltestelle "Maria-Hilf-Kirche" sorgt dafür, dass viele Menschen direkt an der Kirche vorbeikommen. "Wir lassen die Türen bewusst offen, damit die Menschen in unsere Kirche Ruhe finden und sich versammeln können", so Endisch.

Eine "offene Kirche" sein, dass ist das gemeinsame Ziel von Pfarrgemeinderat, Pfarrer und der Gemeindereferentin Margarethe Hügle-Kuder: "Wir wollen zunächst hören, was die Menschen bewegt und dann darauf reagieren." Ziel sei es dabei nicht, möglichst viele Menschen in die Gemeinde zu locken, sondern als offene Gemeinde nach außen zu wirken. So soll auch das Kirchweihfest ein Fest der Begegnung für Jung und Alt und für aktuelle und ehemalige Gemeindemitglieder sein.
 

 
  13.05.04
Die hängenden Gärten der Semiramis ...

... sind allgemein wohlbekannt. Die terrassenförmigen Gartenanlagen auf dem Gelände des Königspalasts von Babylon zählen zu den sieben Weltwundern des Altertums. Die hängenden Gärten der Wiehre sind nicht gar so bekannt, jedoch nicht weniger anmutend.

die hängenden Gärten der Wiehre in der Urachstraße beim Bauernmarkt
  

 
  14.05.04
Zum Nachdenken

"Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt."
                                                                                                                   Joachim Ringelnatz

 
  15.05.04

Musik hautnah erleben!

Einladung für Senioren: Das Pianohaus Lepthien öffnet seinen Flügelsaal!

Flügelsaal Pianohaus Lepthien

Eine einmalige Gelegenheit bietet sich am 16. Mai allen Musikfreunden: Das traditionsreiche Pianohaus Lepthien öffnet seinen Flügelsaal in der Unteren Schwarzwaldstraße. Wer immer davon geträumt hat, selbst Musik zu machen, ist hier herzlich willkommen. Vielleicht zählt das Klavierspielen zu den Dingen, die Sie sich für den wohl verdienten Ruhestand vorgenommen haben. Nur zu! Denn Musizieren kann man bis ins hohe Alter – im Gegensatz zu Weltreise und Marathonlauf ...

Gottfried Beck, aktiver Pianist beim Freiburger Senioren-Salonorchester, ist das beste Beispiel, wie Musik fit halten kann. Denn bei den Fingerübungen werden die Motorik und das Gedächtnis geschult. Er wird eine unterhaltsame Kostprobe seines Könnens geben. Dieser Nachmittag ist eine Bereicherung für alle Musikliebhaber und Klavierinteressierten, denn Heiner Sanwald, Klavierbaumeister und Inhaber des Pianohaus Lepthien, gewährt Einblicke in seine Werkstatt.

Außerdem werden die Funktionen eines elektrischen Klaviers aufgezeigt: »Musizieren ganz für sich alleine« (Klavierspielen mit Kopfhörern) bietet
Vorteile nicht nur für den Spieler, sondern auch für dessen Nachbarn.
Ein Vortrag über die Bedeutung des Musizierens im Alter rundet den geselligen und informativen Nachmittag ab. Die Referentin Dr. Claudia Spahn ist Ärztin und Musikerin und befasst sich speziell mit Fragen der Gesundheit bei Musikern.
Treffpunkt ist am Sonntag, 16. Mai 04, um 15.00 Uhr im Flügelsaal des Pianohauses Lepthien in der Unteren Schwarzwaldstraße 9a.

Mit der Straßenbahn erreichen Sie den Flügelsaal so: Haltestelle Schwabentorbrücke der Linie 1; über die Ampel am kleinen Wasserturm vorbei und ein paar Meter an der Dreisam entlang – schon sehen Sie das Gebäude mit seinen schönen hohen Fenstern. Wer mit dem PKW kommen möchte, kann in der Schwabentorgarage parken (Leo-Wohleb-Straße 1, an der Dreisam gegenüber).Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt, bitte sichern Sie sich deshalb rechtzeitig einen Platz durch Anmeldung beim
Pianohaus Lepthien, Telefon 0761 790 700.
 

 
 
   

Wiehre Online Ende April 2004

Wiehre Online Anfang Juni 2004
   
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