Aktuelles

September 2010
 
 

 


Wiehre Online
 
 
01.09.10


Altweibersommer - die fünfte Jahreszeit

Der Altweibersommer ist bereits bei uns angebrochen und bezeichnet in der Umgangssprache einen Zeitabschnitt gleichmäßiger Witterung im September und Oktober, die sich durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet.


Foto: Felix Andris - Wiehre Online

Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Spinnen im Herbst duch die Luft segeln. Mit "weiben" wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet. Im Volksglaube wurden diese Spinnweben aber auch für Gespinste von Elfen, Zwergen oder der Jungfrau Maria ("Marienfäden", "Marienseide", "Marienhaar" oder "Unserer Lieben Frauen Gespinnst") gehalten.

In Nordamerika ist diese Jahreszeit als Indian Summer bekannt - in Schweden spricht man vom "Birgitta-Sommer", dort liegt er meist Anfang bis Mitte Oktober.
 

 
  04.09.10

45. Todestag von Albert Schweitzer

Am 14. Januar 1875 wurde Albert Schweitzer in Kaysersberg im Elsass geboren. Albert Schweitzer war ein sehr berühmter Arzt, der in Afrika einen sehr erfolgreichen Kampf gegen die schreckliche Lepra-Krankheit geführt hat.


Quelle: Bundesarchiv Bild 183-D0116-0041-019

Schweitzer hat in seinem Leben viele Berufe gelernt und ausgeübt. Er war evangelischer Pfarrer, Musiker, Theologiedozent, Philosoph und Mediziner.
Er schrieb viele Bücher über Religion, Musikgeschichte (zum Beispiel über Johann Sebastian Bach) und Philosophie. Doch seine größte Leidenschaft und das Zentrum seines Lebens war sein Tropenkrankenhaus in dem kleinen Dorf Lambaréné in Gabun in Afrika. Nach seinem Medizinstudium ging er 1913 mit seiner Frau als Missionsarzt nach Lambaréné und baute dort ein Krankenhaus mit einer Leprastation auf. Er finanzierte das Hospital durch Spenden und die Einnahmen, die er bei Vorträgen und Orgelkonzerte und mit seinem Büchern verdiente.

Bis zu seinem Tod am 4. September 1965 in Lambaréné (Republik Gabun) konnte Albert Schweitzer sich seinen größten Wunsch erfüllen:
Den Menschen zu helfen und ihre Krankheiten zu lindern.

Für seinen Einsatz für verfolgte und bedrohte Menschen, Frieden, Wahrheit und Freiheit erhielt Albert Schweitzer im Jahr 1952 in Abwesenheit den Friedensnobelpreis. Weitere Ehrungen waren zum Beispiel der "Goethepreis" der Stadt Frankfurt am Main und der "Friedenspreis des deutschen Buchhandels".

Ein berühmtes Zitat von ihm:

" Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. “
 

 
  06.09.10

Zum Wochenstart

"Die Wissenschaft war die größte Leidenschaft meines Lebens,
Ich käme mir vor wie ein Dieb, wenn ich einen Tag verlebt hätte,
ohne zu arbeiten."

Louis Pasteur
  

 
  08.09.10

Kein Licht ohne Schatten



Foto: Felix Andris - Wiehre Online
 

 
  10.09.10

12. Dreisamhock

Der Bürgerverein Oberwiehre Waldsee lädt ein zum 12. Dreisamhock
im GANTER-Hausbiergarten, Leo-Wohleb-Straße 4.

Programm:

Freitag, 10. September 2010

19.00 Uhr
Fassanstich mit Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon

danach Rock'n Roll-Party mit der Unit 5 - Band und den besten Songs
aus den 60-/70ern

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Samstag, 11. September 2010

14.00 Uhr
Kinder- und Familiennachmittag "Spiel, Sport und Spaß"

Spielmobil
Malen und Basteln (Frauenstammtisch Bürgerverein)
Kinderschminken (Freie Demokratische Schule "Kapriole")
Fröhliche Zauberei mit Zauberer Trickobelli
Kaffee und Kuchen (Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee)
Fahrten mit dem Ganter-Pferdewagen
Torwandschiessen
16.00 Uhr
"In der Wiehri, in der Wiehri gibt's Backsteinkäs' um Vieri"
Traditionelles Backsteinkäseessen

16.30 Uhr
Information über geplante Restaurierungsmaßnahmen an der Dreisam
mit Herrn Linsin vom Regierungspräsidium

17.30 Uhr
Weizeneinschenkwettbewerb
mit Biergartenchef Gerhard Spiecker

20.00 Uhr
Jazz, Blues und Swing mit Ray Austin und den Hallelujah-Stompers

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Sonntag, 12. September 2010

10.00 Uhr
Okumenischer Gottesdienst

Ökumenisches Team:
Evang. Pfarrgemeinde Freiburg-Ost und kath. Pfarrei Maria Hilf

12.00 Uhr
Traditionelles Dreisamhock-Mittagessen
und Ausklang mit Nudelsuppe und Badischem Ochsenfleisch

P.S.:
Bei schlechtem Wetter finden die Veranstaltungen in der Wodanhalle auf dem Biergartenareal statt.

Veranstalter des Dreisamhocks ist der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee e.V.
in Zusammenarbeit mit:

Evangelische Pfarrgemeinde Freiburg-Ost, Katholische Pfarrgemeinde Maria Hilf, Wohnstift Freiburg, Waldseematrosen e.V., Freiburger Turnerschat von 1844 e.V., Feuerwehr Freiburg Abt. 7, Wiehre, GANTER-Hausbiergarten, Brauerei Ganter, Freie Demokratische Schule "Kapriole" ... und viele freiwillige Helfer.
 

 
  13.09.10

B 31: Nächtliches Tempo 30 wird akzeptiert

Weniger Tempo und damit weniger Lärm: Seit etwas mehr als drei Monaten gilt auf den Dreisamuferstraßen, der Kronen- sowie der Eschholzstraße nachts zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30. Nach einer anfänglichen Umstellungsphase halten sich inzwischen rund 85 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung.

"Das ist ein guter Wert und damit haben wir das Ziel der Lärmreduzierung erreicht", erklärt der zuständige Erste Bürgermeister Otto Neideck bei der jetzt vorliegenden ersten Auswertung der Kontrollzahlen.

Weniger Lärm mit einem vergleichsweise einfachen Mittel zu erreichen, das war das erklärte Ziel des Gemeinderats, als er im vergangenen Dezember Tempo 30 zumindest in der Nacht auf den Haupt-Transitstrecken im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Lärmaktionsplans für Freiburg beschloss.

Nach der Genehmigung durch das Regierungspräsidium konnte das Garten- und Tiefbauamt (GuT) Ende Mai auf der B31 stadtauswärts zwischen Kronenbrücke und Schützenalleetunnel und der B31 stadteinwärts vom Schützenalleetunnel bis zur Kronenbrücke sowie für die Kronenstraße zwischen Basler Straße und Kronenbrücke und für die Eschholzstraße zwischen Ochsenbrücke und Breisacher Straße entsprechende Schilder aufstellen.

Nach einer Übergangsfrist von rund vier Wochen fing das Amt für öffentliche Ordnung (AfO) ab Anfang Juli an, die Einhaltung der Temporeduzierung zu kontrollieren, und lieferte jetzt eine erste Auswertung der Zahlen.

Für die Kontrolle setzte das AfO mobile Radare auf der B31 und der Eschholzstraße ein, die stundenweise und zu unterschiedlichen Zeiten in über 80 Messeinsätzen und 212 Überwachungsstunden aktiv waren. In der Kronenstraße musste die seit Jahren bestehende stationäre Überwachungsanlage auf das nächtliche Tempolimit ausgerichtet werden.

Nach Auswertung sämtlicher Kontrolleinsätze kann das AfÖ folgende Zahlen vorlegen: Alle Messungen an den vier Straße haben innerhalb der acht Wochen zu einer durchschnittlichen Beanstandungsquote von 14,9 Prozent geführt, das sind in absoluten Zahlen 12.457 Geschwindigkeitsübertretungen.

Die meisten Autofahrer fuhren in der Schwarzwaldstraße stadteinwärts (17,82 Prozent) und auf der Kronenstraße stadteinwärts (17,19 Prozent) zu schnell. Neideck führt hierzu aus, dass man mit dem nächtlichen Tempo 30-Limits auf einer Bundesstraße Neuland betreten habe und somit Vergleiche zu bisherigen Kontrollen nicht möglich seien. „Gerade die Ergebnisse auf der Bundesstraße 31 zeigen aber, dass sich hier erst Gewohnheiten umstellen müssen.

Den Spitzenreiter oder die -reiterin in Sachen Geschwindigkeit weist die Eschholzstraße mit 97 Stundenkilometer auf - ansonsten ist die Straße mit rund 15 Prozent Beanstandungen allerdings im Durchschnitt. Am besten schnitt die Lessingstraße ab: hier gab es nur knapp 6 Prozent Beanstandungen, die schnellste gemessene Geschwindigkeit lag bei 60 Stundenkilometer. Etwas darüber liegt die Schillerstraße - hier gab es etwas über 7 Prozent Beanstandungen und eine Höchstgeschwindigkeit von 74 Stundenkilometern.

In der Dreisamstraße lag die Beanstandungsquote bei knapp 17 Prozent, der oder die schnellste Autofahrerin wurde mit 87 Stundenkilometern geblitzt. In der Schreiberstraße zählten die Kontrolleure etwas über 16 Prozent Beanstandungen und eine Spitzengeschwindigkeit von 89 Stundenkilometern. Die Kronen- und die Schwarzwaldstraße weisen das selbe Phänomen auf: Stadteinwärts wird schneller gefahren als stadtauswärts. So gab es auf der Kronenstraße stadtauswärts rund 13,5 Prozent Beanstandungen, in die Stadt hinein etwas über 17 Prozent. In der Schwarzwaldstraße lag die Quote stadteinwärts bei fast 18 Prozent und einem Spitzenwert von 78 Stundenkilometern, stadtauswärts bei knapp 12 Prozent und 66 Stundenkilometern.

Positiv im Verlauf der letzten acht Wochen ist zu sehen, dass die Beanstandungen drastisch nach unten gegangen sind, wie an den Zahlen in der Kronenstraße stadtauswärts am besten zu sehen ist: Fuhr in der ersten Überwachungswoche noch jeder dritte Verkehrsteilnehmer zu schnell, so war es in der achten Überwachungswoche nur noch jeder zehnte.

Stadteinwärts fiel die Beanstandungsquote von anfänglich rund 30 Prozent auf 16 bis 17 Prozent schon in der dritten Woche, in der achten Wochen waren es 15 Prozent. Hochgerechnet kommen über die Beanstandungen rund 200.000 Euro in die Stadtkasse. Dagegen müssen allerdings die entstandenen Personal- und Sachkosten gerechnet werden.

Insgesamt bilanziert Neideck: „Die Zahlen zeigen, dass es anfangs schwierig war, Tempo 30 in die Köpfe der Autofahrerinnen und -fahrer zu bringen. Aber es ist zu sehen, dass die Regelung inzwischen bekannt ist und eingehalten wird. Zugute kommt dies den Anwohnerinnen und Anwohner, die ja durch die vom Gemeinderat beschlossene Tempobegrenzung entlastet werden sollen.“ Neideck hofft, dass die Beanstandungszahlen mit der Zeit weiter nach unten gehen und die Lärmwerte an den Verkehrsachsen reduziert werden können.

Über die Auswertung der ersten Monate wird die Verwaltung den Gemeinderat in einer Verkehrsausschusssitzung Mitte Oktober ausführlich informieren.
 

 
  13.09.10

"Milchlädele" erstrahlt in neuem Glanz

vorher - nachher
Foto: Felix Andris - Wiehre Online

Die Renovierung des "Milchlädeles" ist weitestgehend abgeschlossen. Wir haben darüber berichtet.
 

 
  17.09.10

Zum Nachdenken

Jeder Tag ist der Anfang eines Lebens,
jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.

Rainer Maria Rilke
 

 
  18.09.10

Eröffnung Trimm Dich-Parcours am Sandfangweg/Dreisam

Freiburg gewinnt Müller® Trimm Dich-Parcours. Die Bewohner von Freiburg im Breisgau haben Grund zur Freude – und zur Bewegung: Sie können sich jederzeit auf einem Müller® Trimm Dich-Parcours fit halten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Molkerei Alois Müller vergeben seit 2008 im Rahmen der Inititative „Müller® bewegt Deutschland“ moderne Bewegungsparcours für Städte. Ziel ist die Förderung eines gesunden Lebensstils mit mehr Bewegung und ausgewogener Ernährung.



In Zusammenarbeit mit dem Initiator der Trimm Dich-Bewegung, dem DOSB, möchte die Molkerei Alois Müller die Idee vom kostenlosen Sportangebot für jedermann wiederbeleben. Dazu kommt die Idee der Trimm Dich-Pfade in die Stadtzentren: Moderne Bewegungsparcours an leicht zugänglichen Plätzen sollen es den Menschen ermöglichen, mehr Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Jeder Parcours ist mit vielseitigen Liegestütz- und Rückenstreck-geräten, Balancier- und Pedalostrecken ausgestattet, entwickelt nach neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen. Leicht verständliche Tafeln erläutern die Übungen. Das ausgewogene Trainieren von Motorik, Ausdauer und Kraft steht im Vordergrund.

„Die Geräte können unabhängig von Alter und körperlichem Leistungsstand und vor allem kostenlos genutzt werden. Sie bieten abwechslungsreiche Bewegungsmöglichkeiten und Spaß für die ganze Familie“, so Dr. Karin
Fehres, Direktorin Sportentwicklung des DOSB.

Die feierliche Eröffnung des Freiburger Trimm Dich Parcours findet statt am heutigen Samstag, den 18. September 2010 um 11 Uhr.
 

 
  20.09.10

Weltkindertag

Die Geburtsstunde des Weltkindertages ist die Vollversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 1954 und wird am 20. September gefeiert. Sie empfiehlt ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzurichten, und verbindet damit 3 Ziele:
1. die Rechte der Kinder zu stärken.
2. die Freundschaft aller Kinder und Jugendlichen weltweit zu fördern.
3. sollen sich die Regierungen aller Länder öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF zu unterstützen.

Heute begehen mehr als 145 Staaten dieses Ereignis – an unterschiedlichen Tagen im Jahr, denn die UN-Vollversammlung stellte die Datumswahl frei. Deutschland entschied sich für den 20. September. Aber: Weil die sozialistischen Länder den Kindertag stets am 1. Juni begingen, feiern viele Städte in den neuen Bundesländern aus Tradition an diesem Tag.

Je mehr Initiativen, Einrichtungen, Verbände usw. sich vor Ort engagieren, desto mehr wird sich der Weltkindertag in der Öffentlichkeit zu einer festen Größe entwickeln und desto größer sind die Chancen, aus einem Weltkindertag 365 Kindertage im Jahr zu machen.
 

 
  21.09.10

Die Schönheit der Dinge,


Foto: Felix Andris - Wiehre Online

lebt in der Seele dessen,
der sie betrachtet.

David Hume
 

 
  23.09.10

Baustart für den neuen Kindergarten an der Urachstraße

Beim Spatenstich müssen normalerweise die Großen ran. Gestern delegierte Oberbürgermeister Dieter Salomon den symbolischen Akt jedoch an die-jenigen, um die es ging: an die Kinder der Kindertagesstätte in der Urach-straße, die mit Plastikschippe und Spielzeugbagger voll bei der Sache waren. Denn gerade für sie wird dort ein neuer Kindergarten gebaut.

Dafür wurden bereits Ende August zwei der drei Holzbaracken abgerissen, in denen die beiden von Elterninitiativen betriebenen Kindergartengruppen bislang untergebracht waren. Dass die ehemalige Küchenbaracke nun doch erhalten bleibt, geht auf eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild zurück.

Gemeinsam mit einer Gedenktafel soll die Baracke an die historische Bedeutung des Ortes erinnern: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es hier eine "Schulspeisung" durch Schweizer Bürger. Wie die verbleibende Baracke zukünftig genutzt wird, steht noch nicht fest, gedacht wird unter anderem an einen Werkraum. Als Küche, Esszimmer und Toilettentrakt für die Kindergartenkinder ist sie nicht mehr notwendig: All dies wird zukünftig in dem Neubau untergebracht. Er besteht aus zwei Teilen, da die Einrichtung wie bisher von zwei Trägern genutzt wird.

Klaus-Peter Hirth, Vorsitzender der einen Elterninitiative, erinnerte beim Spatenstich noch einmal an das lange und zähe Ringen um neue Gebäude. Denn die Baracken waren schon seit langem marode – was auch energetisch eine Katastrophe war. Das neue Gebäude wird dafür umso vorbildlicher: Es ist als Plusenergiehaus konzipiert, erzeugt also mehr Energie, als es selbst verbraucht – als erstes öffentliches Gebäude in der Stadt, wie OB Salomon betonte. 1,3 Millionen Euro soll das neue eingeschossige Gebäude kosten.
40 Kinder haben Platz, vier mehr als bislang. Bis zum Einzug im September 2011 sind die Kindergartenkinder im Hort Luckenbachweg im Stadtteil Weingarten untergebracht.
 

 
  25.09.10

Schulfest in der Janusz-Korczak-Schule


 

 
  27.09.10

Neubauten in der Günterstalstraße

In den vergangenen Jahren waren die Häuser in der Günterstalstraße 28 und
30 im Stadtteil Wiehre öfter in den Schlagzeilen, weil sie mehrfach Ziel von Hausbesetzungen waren. Die Besetzer kritisierten eine angeblich geplante "Luxussanierung". Tatsächlich sind die klassizistischen Gebäude nun sang und klanglos ganz verschwunden. An ihrer Stelle klafft nur noch eine große Lücke. Stattdessen soll hier ein Neubau mit Studentenwohnungen entstehen. Das Projekt gehört zu einer Reihe von Veränderungen, die derzeit in der Günterstalstraße vonstatten gehen.

Als die Wiehremerin Yvonne El Saman vor kurzem durch die Günterstalstraße fuhr, traute sie ihren Augen nicht: Statt der klassizistischen Bauten sah sie nur noch eine Baugrube. "Der Charakter des Stadtteils hängt doch an den historischen Gebäuden", meint sie. Mehr als 100 Jahre hätten die Häuser an dieser Stelle gestanden, nun sei die Bausubstanz unwiederbringlich verschwunden: "Die Gebäude sind zwar nur ein kleiner Teil, aber sie zeigen eine Entwicklung, die überall in der Wiehre vonstatten geht.""Wieder zwei historische Häuser weniger", bedauert auch Roland Albrecht, stellvertretender Vorsitzender der "Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild": "Das ging jetzt plötzlich alles ganz schnell über die Bühne." Denn um die beiden Gebäude wird schon länger gerungen.

Bereits vor rund fünf Jahren habe das Baurechtsamt sich mit dem Fall beschäftigt, teilt die städtische Pressesprecherin Petra Zinthäfner mit. Und schon damals sei klar gewesen: Die Häuser haben zwar eine historische Bausubstanz, unter den Denkmalschutz fallen sie jedoch nicht. Trotzdem gab es zunächst Überlegungen, die Gebäude zu erhalten und zu sanieren. Doch die Preisvorstellungen des bisherigen Eigentümers waren dafür wohl zu hoch. Später kaufte ein Investor die Häuser, auch damals schon mit dem Ziel, einen Neubau zu errichten. Das Projekt platzte zunächst.

Inzwischen hat die Freiburger Immobilienfirma Dr. Stange die Entwicklung übernommen. "Eine Sanierung der Gebäude hätte sich einfach nicht gelohnt", sagt Geschäftsführer Patrick Freywald. Von außen hätten die Häuser zwar noch hübsch ausgesehen, innen seien sie jedoch eine Katastrophe gewesen: viel zu kleine Wohnungen mit schlechten Grundrissen. "Einfach total verbaut", sagt Freywald. Ganz verloren seien die historischen Bestandteile dennoch nicht. Eine Spezialfirma habe die Ornamente der Sandsteinfassade samt einem Löwenkopf abmontiert, auch die Treppe und die alten Parkettböden seien ausgebaut worden. Sie würden nun bei Sanierungen von anderen Denkmalobjekten verwendet.

Auf dem Grundstück wird ein Neubau entstehen, in dem 35 Studenten-appartements auf fünf Etagen untergebracht werden. Obwohl es damit mehr Stockwerke gibt als die bisherigen zweieinhalb, werde das neue Gebäude
nicht höher sein als die umgebenden, verspricht Freywald. Bezugsfertig sind die Wohnungen, die je gut 80 000 Euro kosten, laut Plan im Sommer 2011. Die allermeisten seien bereits verkauft, so Freywald.

Die Baugrube befindet sich schräg gegenüber von einem weiteren geplanten Neubau in der Günterstalstraße, gegen den es bereits 2007 viel Kritik gab.
Er soll an das denkmalgeschützte Haus mit der Nummer 23 andocken. Inzwischen wurden die Planungen modifiziert, das Gebäude soll nun nicht mehr ganz so hoch werden wie ursprünglich gedacht. Wann das Projekt umgesetzt wird, steht jedoch nach wie vor nicht fest. Gestorben sei der Plan jedoch nicht, betonen sowohl der Architekt als auch ein Vertreter der Bauherren auf Anfrage der BZ.

Außerdem ist in der Günterstalstraße in der Nähe der Johanneskirche ein weiteres Büro- und Wohnhaus geplant. Und auch an den bestehenden Häusern in der Straße tut sich etwas: Einige Gebäude sind derzeit eingerüstet und werden renoviert, eine historische Villa (Günterstalstraße 72) wurde umfassend saniert.

Quelle: BZ, Beate Beule
 

 
  30.09.10 Neue Gesichter im Vorstand der Lorettobad-Freunde

Im Team um den im Amt bestätigten Förderverein-Vorsitzenden Klaus Winkler gab es mehrere Wechsel.

Seit 1993 besteht der Förderverein für das Lorettobad "Freunde des Lorettobades" – mit seitdem nahezu unverändertem Vorstand. Während der Vorsitzende Klaus Winkler bei der Jahreshauptversammlung in seinem Amt bestätigt wurde, gab es nun auf anderen Positionen Veränderungen: Anstelle der nach Berlin gezogenen Petra Urban wurde Gisela Ruf zur stellvertretenden Vorsitzenden und Schriftführerin gewählt. Und auf den nach fast 17-jähriger Tätigkeit nicht mehr kandidierenden zweiten stellvertretenden Vorsitzenden und Kassierer Dieter Körschges folgt Verena Mark.

Der alte und neue Vorsitzende Klaus Winkler berichtete, dass im Jahr 2009 alle vier geplanten Konzertveranstaltungen im Damenbad stattfinden konnten. Durch die zahlreichen Spenden sei das Vereinsvermögen in diesem Jahr um rund 10 000 Euro gewachsen. Deshalb habe der Förderverein sich 2010 auch mit 25 000 Euro an den Kosten für die Sanierung des Spielplatzes im Familienteil des Bades beteiligen können.

2010 sei leider eine der drei geplanten Veranstaltungen – eine Autorenlesung – wegen starken Regens buchstäblich ins Wasser gefallen. Der Chansonabend mit Myrtil Haefs und der Serenadenabend mit zwei jungen Musikerinnen seien hingegen beeindruckend gewesen.

2011 soll es außer den traditionellen Konzertveranstaltungen wieder ein Lorettobadfest geben. Immerhin wird das Lorettobad im nächsten Jahr 170 Jahre alt, und das Damenbad schaut auf 125 Jahre zurück.

Der seit der Gründung unveränderte Jahresmitgliedsbeitrag beträgt weiterhin für Einzelpersonen 12 Euro im Jahr (Paare 18 Euro, Firmen 25 Euro).
Wahlergebnisse: Vorsitzender Klaus Winkler (wie bisher), stellvertretende Vorsitzende und Schriftführerin Gisela Ruf (für Petra Urban), zweite stellvertretende Vorsitzende und Kassiererin Verena Mark (für Dieter Körschges), Beiräte: Peter Burkart, Johannes Korthaus, Günter Maier und Eugen Reinwald.

Mitgliederzahl: 106.
Kontakt: Freunde des Lorettobades, Lorettostraße 43, 79100 Freiburg.

 
       
 
   

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