Musarion oder die Philosophie der Grazien im Heinrich Hansjakob-Haus

Die Pappenspieler – erstes Freiburger Papiertheater (Ariane Wagner und Uwe Schlottermüller) spielen Christoph Martin Wielands „Musarion“ auf dem Tisch mit Playmobilfiguren in einer halbszenischen Lesung.

Worum geht’s?

Phanias, ein junger Grieche, liebt Musarion, eine durch Geist und Schönheit ausgezeichnete Dame. Da seine Liebe eines Tages beschwer­lich-phantastische Formen annimmt, wendet sie sich vorübergehend Bathyll, einem tändelnden Gecken, zu.

Darauf ergibt sich Phanias einer sinnenfeindlichen Philosophie und lebt mit seinen beiden Freunden – nämlich mit dem Pythagoreer Theophron und dem Stoiker Kleanth – in einer Hütte auf dem Land.

Musarion aber sucht ihn auf, philosophiert ein wenig mit ihm und veranstaltet schließlich ein kleines Gelage, das damit endet, dass der Stoiker (betrunken) unter den Tisch sinkt, der Pythagoreer sich von der Anmut der jungen Aufwärterin Chloe bestricken lässt, Phanias aber, liebestrunken, in die Kammer Musarions schleicht und – sei’s durch Gründe, sei’s durch unwiderstehliche weibliche Reize belehrt – die düstere Metaphysik preisgibt und den Entschluss fasst, mit der Geliebten sich in der Stille dem Genuss erreichbarer irdischer Güter zu widmen.

Bild: Ariane Wagner und Uwe Schlottermüller

Veranstaltungs-Details:

  • Ort:

    Heinrich Hansjakob-Haus
    Talstraße 29
    79102 Freiburg

  • Datum / Veranstalter:

    Datum: So, 21.10.2018 um 19:30 Uhr
    Veranstalter: Ariane Wagner und Uwe Schlottermüller
    Weitere Informationen: hier